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Nach Schweinepest und Vogelgrippe tritt nun auch Coronavirus in Europa auf

Iede de VriesIede de Vries
Foto von CDC auf UnsplashFoto: Unsplash

Das ansteckende Coronavirus, das schwere Lungenkrankheiten verursacht, ist auch in Europa aufgetaucht: In Frankreich wurden die ersten drei Fälle bestätigt. Alle drei Personen sind ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn erwartet, dass inzwischen noch mehr Menschen in Frankreich infiziert sein werden. Ihrer Aussage nach ist es unmöglich, die Grenzen zu schließen.

Einer der Patienten (48) war kürzlich in Wuhan, wo das Virus erstmals entdeckt wurde. Zwei der drei Patienten sind miteinander verwandt. Einer der Patienten, ein 48-jähriger Mann mit chinesischen Wurzeln, wurde in einem Krankenhaus in Bordeaux aufgenommen. Ein französischer ärztlicher Dienst berichtet, dass der Mann in China gereist sei und über Niederlande zurückgekehrt sei. Dies wird von niederländischen Stellen bestritten. Möglicherweise ist der Mann über den Flughafen Schiphol zurückgeflogen.

Am Donnerstag sagte die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass es noch zu früh sei, das Virus zu einer internationalen Notlage zu erklären. Die WHO beobachtet das Virus jedoch genau. Weltweit sind mehr als achthundert Menschen infiziert worden und 25 Personen sind gestorben. Außerdem ist der Zustand von mehr als 95 Personen besorgniserregend.

Mediziner ziehen Vergleiche mit der früheren asiatischen Lungenerkrankung SARS, die 2002 in China auftrat. Einige Experten halten es für realistisch, dass sich das Coronavirus zu einer SARS-ähnlichen Situation entwickelt. Wie bei SARS sind vor allem ältere Menschen gefährdet, an dieser Krankheit zu sterben. Bei jüngeren Menschen wird die Sterblichkeitsrate deutlich niedriger sein.

Das Coronavirus wurde erstmals in der chinesischen Millionenstadt Wuhan entdeckt. Auch in anderen Städten Chinas sowie in Thailand, Japan, Taiwan, Südkorea, Saudi-Arabien, Vietnam, Singapur und den Vereinigten Staaten wurden Infektionen festgestellt. Es handelt sich vor allem um Personen, die China besucht haben.

Chinesische Medien berichteten am Donnerstag, dass alle ausgehenden Personenverkehrsmittel und der öffentliche Nahverkehr in Wuhan eingestellt wurden. Der Auto-, Zug- und Flugverkehr in Wuhan wurde gestoppt. Mehrere chinesische Städte sind von der Außenwelt abgeschnitten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. 450 militärische Mediziner wurden nach Wuhan geschickt, um den Ausbruch unter Kontrolle zu bringen. Viele dieser Personen haben Erfahrung im Kampf gegen SARS oder Ebola.

Das Auftreten des Coronavirus ist für Gesundheitsbehörden in Europa die dritte große Infektionsgefahr, die derzeit droht. Dabei wird bei Wildschweinen, vor allem in Ost- und Mitteleuropa, seit einiger Zeit die Afrikanische Schweinepest beobachtet, und es wird befürchtet, dass sie auf Schweine und die Viehzucht übergreifen könnte.

Im Westen Polens wurde letzte Woche nur 12 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt ein Wildschwein mit Afrikanischer Schweinepest entdeckt. Sollte das Virus auch in Deutschland auftreten, wäre das eine Katastrophe für die deutsche Schweinehaltung. Absatzmärkte außerhalb Europas würden sehr wahrscheinlich deutsches Schweinefleisch meiden. Dasselbe gilt für die groß angelegte Schweineindustrie in Belgien und den Niederlanden.

Deutschland steht in Gesprächen mit Polen, um die Tierseuche zu stoppen. So wird unter anderem an einem Zaun gearbeitet, um zu verhindern, dass infizierte Wildschweine die Grenze überqueren. Außerdem steht das Thema am kommenden Montag auf der Tagesordnung eines Treffens der europäischen Landwirtschaftsminister in Brüssel.

Darüber hinaus wurde in Osteuropa bereits seit einigen Wochen in großem Umfang die Vogelgrippe bei Zugvögeln festgestellt. Aufgrund des aktuellen Winterzugs der Vögel nach Westen wird auch in Westeuropa eine Ausbreitung befürchtet. In diesem Fall müssten alle Hühner und Geflügel in Käfigen gehalten werden.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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