IEDE NEWS

Neuseeland stellt Binnen zwei Jahren den Viehtransport per Schiff ein

Iede de VriesIede de Vries

Neuseeland wird den Export von lebendem Vieh über das Meer schrittweise komplett verbieten. Mit Blick auf den Tierschutz hatte das Land im vergangenen Jahr den Viehtransport per Schiff nach einem schweren Schiffsunglück bereits ausgesetzt. Dieses Verbot wird nun in zwei Jahren dauerhaft umgesetzt.

Der Viehexport zur Schlachtung ist in Neuseeland bereits seit 15 Jahren verboten. Bislang exportierte das Land nur noch zu Zuchtzwecken. Neuseeland setzte im vergangenen Jahr die Schiffstransporte nach einer Schiffskatastrophe aus, bei der mehr als 40 Besatzungsmitglieder und fast sechstausend Kühe ertranken. Das Schiff war auf dem Weg nach China, als es nahe Japan während eines Sturms unterging.

„Neuseeland muss in einer Welt, in der der Tierschutz strengeren Kontrollen unterliegt, eine Vorreiterrolle einnehmen“, sagte Landwirtschaftsminister Damien O’Connor. Er fügte hinzu, dass der Ruf des Landes stets Vorrang vor finanziellen Vorteilen habe.

Das Exportverbot wurde von der gemeinnützigen Organisation World Animal Protection gelobt. Andere Länder sollten nun einen ähnlichen Ansatz verfolgen. Die Organisation richtet nun einen Appell an Australien, doch Landwirtschaftsminister David Littleproud erklärte, sein Land habe solche Pläne nicht.

Auch im Europäischen Parlament gibt es regelmäßig Stimmen, die sich für eine Einschränkung des Viehtransports aussprechen. In Neuseeland sind Viehzüchter gegen das neue Verbot. Ihrer Ansicht nach gibt es keine Hinweise auf Verstöße gegen die Exportstandards für Vieh.

Im vergangenen Jahr exportierten Neuseeländer lebende Tiere im Wert von 261 Millionen Neuseeland-Dollar, was einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

Verwandte Artikel