Das Gesundheitsministerium und das RIVM starten eine Folgeuntersuchung, um die möglichen Quellen der PFAS-Belastung zu identifizieren. Das Ernährungszentrum erklärt, die sicherste Wahl seien Eier aus dem Supermarkt, von Fachgeschäften oder vom Markt. Wenn Menschen dennoch Eier von eigenen Hühnern essen, wird empfohlen, diese mit Eiern aus dem Supermarkt abzuwechseln.
Aus früheren Untersuchungen des NRC und vier Gemeinden in der Umgebung von Dordrecht sowie aus Recherchen des NOS in den Provinzen Friesland, Utrecht und Limburg war bereits bekannt, dass getestete Eier von Hobbyhalterinnen und -haltern zu viel PFAS enthalten. Eine wöchentliche PFAS-Aufnahme durch den Verzehr von beispielsweise Eiern über einen längeren Zeitraum kann zu Gesundheitsrisiken führen.
Aufgrund der Sorgen um die öffentliche Gesundheit hat die niederländische Lebensmittel- und Warenbehörde entschieden, eine Risikobewertung durchzuführen. Die NVWA hat dem Minister empfohlen, die Öffentlichkeit zu warnen und eine Folgeuntersuchung einzuleiten bzw. veranlassen zu lassen.
PFAS ist ein Sammelbegriff für eine große Gruppe nicht abbaubarer chemischer Stoffe, die unter anderem verwendet werden, um Verbraucherprodukte fett- und wasserabweisend zu machen. Einige PFAS können gesundheitsschädlich sein, so die Forscher. In den vergangenen Jahren wurde auf Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen ein neuer, niedrigerer Grenzwert für die maximal zulässige tägliche PFAS-Aufnahme festgelegt.
Ein spezieller Fall von PFAS-Verschmutzung, der in den Niederlanden jüngst viel Beachtung findet, ist die langanhaltende Verschmutzung durch DuPont/Chemours in der Nähe von Dordrecht. Lokale Behörden haben wiederholt auf die Notwendigkeit von Maßnahmen hingewiesen, um die Verschmutzung zu bekämpfen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

