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Niederländische Molkerei auf großer afrikanischer Agrarmesse in Äthiopien aktiv

Iede de VriesIede de Vries

Diese Woche findet in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba die jährliche große Viehwirtschaftsmesse „African Livestock Exhibition and Congress“ (ALEC) statt. Diese ist eine der größten Agrarmessen in Ostafrika. Die Messe zieht regionale und internationale Besucher sowie Aussteller an, darunter auch Vertreter der niederländischen Molkereiindustrie.

Damit wird an ein Milchseminar angeknüpft, das der Landwirtschaftskonsul der niederländischen Botschaft in Äthiopien im vergangenen Monat in Zusammenarbeit mit der neuen TRAIDE Foundation veranstaltete. Über 60 Teilnehmer nahmen teil, um über Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen in der äthiopischen Molkereikette informiert zu werden.

Dabei wurden auch die Ergebnisse und Schlussfolgerungen eines Milch Business Opportunity Reports (BOR) zu zukünftigen Möglichkeiten im Molkereisektor in Äthiopien präsentiert. Dieser wurde von der äthiopischen Regierung als strategischer Sektor ausgewiesen.

Die äthiopische Regierung hat 2020 ihre neue nationale Strategie für den Zeitraum bis 2030 vorgestellt. Ziel ist es, die Milcherzeugung innerhalb von zehn Jahren von 4,7 Millionen auf über 10 Millionen Tonnen im Jahr 2030 zu steigern.

Äthiopien zählt mehr als 15 Millionen Milchkühe, wobei etwa 98 % der Produktion von Kleinbauern erbracht wird. Die Aktivitäten der Landwirtschaftsabteilung der Botschaft konzentrieren sich auf die 2 % spezialisierten kommerziellen Milchviehhalter. Zudem gibt es im Land etwa 40 Molkereiverarbeiter.

Es wird erwartet, dass der Milchverbrauch in den kommenden Jahren auf durchschnittlich 28 Liter pro Einwohner steigen wird. Bei einer Bevölkerung von über 115 Millionen Menschen bedeutet dies, dass die Nachfrage nach Milch und Milchprodukten deutlich zunehmen wird. Außerdem muss mehr Augenmerk auf eine bessere Tiergesundheit des Viehbestands und damit verbundene Dienstleistungen gelegt werden.

In Äthiopien läuft ein von der niederländischen Regierung finanziertes mehrjähriges „Bridge“-Programm mit dem Ziel, den äthiopischen Molkereisektor zu unterstützen. Neben dem Engagement für Kleinbauern im Rahmen der Ernährungssicherung wird auch verstärkt auf spezialisierte und kommerzielle Milchviehhalter gesetzt. Dabei spielt allerdings eine Rolle, dass der Mangel an harter Währung in Äthiopien eine einschränkende Faktor ist, um Produkte importieren oder Dienstleistungen einkaufen zu können.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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