Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) zeigen, dass ausländische Investoren mindestens 11,5 Millionen Hektar direkt oder über langfristige Pachtverträge besitzen, mit einem Wert von ungefähr 52 Milliarden Dollar.
Eine aktuelle Untersuchung des Journalistennetzwerks Midwest Center for Investigative Reporting ergab kürzlich, dass etwa 2,8 Millionen Hektar im Besitz kanadischer Eigentümer sind, gefolgt von den Niederlanden mit 2,0 Millionen Hektar. Deutsche Investoren kontrollieren rund 785.000 Hektar, das Vereinigte Königreich 688.000 Hektar, Italien 567.000 Hektar, Portugal 559.000 Hektar und Frankreich 421.000 Hektar.
Der größte Teil des amerikanischen Landes, das sich im Besitz von Ausländern befindet, besteht nicht aus Ackerland, sondern aus Wäldern: 54,9 Prozent (hauptsächlich kanadische Investoren). Weitere 23,6 Prozent sind Weideland, und "nur" 21,5 Prozent sind Ackerland.
Ein ehemaliger Ökonom der niederländischen Botschaft in den USA erklärte einer amerikanischen Zeitung, dass das umfangreiche niederländische Pensionssystem sichere und konservative Anlagen und Investitionen benötigt, um dessen soziale Sicherheit gewährleisten zu können. Die amerikanische Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie gehören laut diesen Pensionsfonds-Investoren dazu.
In Ohio und einigen weiteren Bundesstaaten gehören deutsche Investoren zu den größten Landbesitzern. Ein deutscher Verwalter sagte kürzlich, dass deutsche Investoren in den 1980er-Jahren in die amerikanische Landwirtschaft einstiegen. Sie begannen mit dem Kauf von Land in Iowa und Minnesota. Der Fokus verlagerte sich später nach Ohio.
Frühere Untersuchungen zeigten bereits, dass sich der ausländische Besitz von amerikanischem Ackerland zwischen 2004 und 2014 verdoppelt hat. Im Jahr 2016 allein kauften ausländische Investoren mindestens 650.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen in den USA. Dies war der stärkste Anstieg innerhalb von mehr als zehn Jahren.
Neben Landkäufen gibt es auch große ausländische Investoren in der amerikanischen Agrarsektor: 2013 kaufte das chinesische Unternehmen Shuanghui den großen amerikanischen Schlachthof Smithfield Foods. Dieser gehört heute der chinesischen WH Group und besitzt aktuell fast 61.000 Hektar Ackerland in den USA. Laut der USDA Economic Research Service haben sich die gesamten chinesischen Investitionen im amerikanischen Agrarsektor in weniger als zehn Jahren verzehnfacht.

