Freitag, 1. Juli 2022
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Österreich: weniger Tiertransporte durch mobiles Schlachten

Im österreichischen Parlament haben Politiker der konservativ-grünen Koalitionsregierung Änderungsanträge eingereicht, um die mobile Schlachtung von Vieh überall auf landwirtschaftlichen Betrieben zu ermöglichen.

Damit wurden im vergangenen Jahr in mehreren österreichischen Kantonen Tests durchgeführt. Sie waren so erfolgreich, dass es jetzt überall möglich ist. Zu diesem Zweck müssen nun einige Hygienegesetze für kleine Betriebe geändert werden.

„Mit dieser Gesetzesinitiative sorgen wir für weniger Tiertransport und weniger Stress für Nutztiere vor und während der Schlachtung. Auf diese Weise erhöhen wir den Tierschutz und schaffen neue Vertriebskanäle für Bauernfamilien “, sagt ÖVP-Landwirtschaftssprecher Olaf Strasser.

In den Kantonen Oberösterreichs sind bereits (teilweise) mobile Schlachthöfe in der Steiermark und in Tirol im Einsatz. Zum ersten Mal in Österreich wird in ganz Österreich stressfreies Schlachten ermöglicht.

Darüber hinaus wird es eine Regelung für das Schlachten in der vertrauten Lebensumgebung des Viehs geben, beispielsweise auf der Weide, im Lauf oder an der Fütterungsstation. - am Beispiel der Schweiz. Dazu gehört auch das Schlachten in mobilen Schlachthöfen, die beispielsweise seit einiger Zeit auch im benachbarten Deutschland erlaubt sind.

Kürzlich wurde im österreichischen Bundesland Oberösterreich ein Pilotprojekt für mobile Schlachtanlagen vorgestellt. Eine große Anzahl von Bio Austria-Landwirten hat seit langem eine gesetzliche Regelung für ein tierorientiertes, stressfreies Schlachten in der vertrauten Umgebung gefordert.

Bio Austria hofft, dass das auf Tierschutz basierende Pilotprojekt als Beispiel dienen wird und dass andere Bundesländer dem Beispiel Oberösterreichs folgen werden. Letztendlich kann eine nationale gesetzliche Regelung geschaffen werden, die das stressfreie Schlachten in der vertrauten Umgebung ermöglicht.

Das Phänomen des mobilen Schlachthofs ist auch in den Niederlanden nicht ganz neu. Slachthuis Dokkum startete vor einem Jahr mit einem mobilen Schlachthof für Kühe. Sie konzentrieren sich auf Tiere, die nicht lebend transportiert werden können, aber dennoch gut zum Schlachten geeignet sind. Jetzt werden diese Tiere entfernt und zerstört, während das Fleisch noch perfekt verzehrt werden kann. Ihre Schlachtwagen können auch für Tiere verwendet werden, die immer in freier Wildbahn gelebt haben.

In den Niederlanden haben der Agrar- und Ernährungswissenschaftler Ruud Pothoven und seine Firma Innohow bereits vor sieben Jahren eine Machbarkeitsstudie zu den Möglichkeiten des mobilen Schlachtens in den Niederlanden durchgeführt.

„Die Zeit war noch nicht richtig, aber jetzt sind viele weitere kleine und nachhaltige Schweinefarmen hinzugekommen. Und es hilft auch, dass mobile Schlachthöfe in EU-Ländern wie Deutschland, Schweden und Frankreich aktiv sind. Die Erfahrungen dort sind positiv. Gesetzgebung und Technologie stehen uns auch nicht mehr im Weg, ein Schlachthaus auf Rädern ist erlaubt und möglich ', sagte er kürzlich.

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