Fliegl ist international tätig und beschäftigt insgesamt über 1.000 Mitarbeiter. Stapel ist mit etwa 50 Mitarbeitern deutlich kleiner, aber auf Technologie für flüssige Gülle spezialisiert. Fliegl ist vor allem für seine schweren Maschinen zum Transport von Gülle und Agrarmaterialien bekannt, während Stapel ein Spezialist für Gülleverarbeitungstechnologie ist.
Das Ziel der Fusion von Nagel und Fliegl ist es, sich auf die Bereiche flüssige Güllentechnologie und Traktoren zu konzentrieren. Auch Effizienz und Produktentwicklung in beiden Bereichen sollen gesteigert und beschleunigt werden.
Die organische Düngung steht in Österreich aufgrund der Vorschriften gegen Nitratbelastung vor einem technischen Wandel. Die Ausbringungstechnologie von Gülle und Gärrest – mit geringeren Emissionen – wird durch verschärfte Umweltanforderungen ab 2025 noch komplexer. Die Regierung hat ein Förderprogramm aufgelegt, um die Investitionsförderung für landwirtschaftliche Betriebe zu verbessern. In der Landwirtschaft besteht reges Interesse an Zuschüssen für neue Technologien.
Auf landwirtschaftlichen Flächen, die kein Dauergrünland oder Ackerland sind, auf denen spätestens bis zum 15. Oktober eine Nachfrucht oder Zwischenfrucht angebaut wurde, ist es in der Zeit vom 15. November bis zum 15. Februar verboten, stickstoffhaltige mineralische Düngemittel, Gülle, Biogasgülle und nicht entwässerten Klärschlamm auszubringen.
Fliegl, mit seinen Landmaschinen wie Kippern und Gülleverteilern, will durch diese Zusammenarbeit sein Produktportfolio erweitern und verbessern. Stapel sieht in der Partnerschaft mit seiner Gülleverarbeitungstechnologie die Chance, Zugang zu Fliegls starker Marktposition im Bereich Landmaschinen zu erhalten.
Ein wichtiger Bestandteil ihrer Zusammenarbeit betrifft den Bereich der landwirtschaftlichen Auflieger. Beide Unternehmen genießen einen starken Ruf in der Herstellung von Transportfahrzeugen für die Landwirtschaft. Insbesondere die Verbesserung von Maschinen für schwere Einsätze, wie den Transport von Gülle und Erntegut, wird im Fokus ihrer gemeinsamen Entwicklung stehen.
In einer Pressemitteilung erklärten beide Unternehmen, dass die Zusammenarbeit langfristig ausgelegt ist. Sie wollen laut eigenen Angaben gemeinsam an Landmaschinen der Zukunft arbeiten, die besser den Anforderungen einer modernen, nachhaltigen Landwirtschaft entsprechen.

