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Österreichische Milchbauern setzen Lieferung an SPAR aus

Iede de VriesIede de Vries
Der Bauernverband von Niederösterreich hat bei den österreichischen Wettbewerbsbehörden eine Beschwerde gegen SPAR eingereicht. Die Behörden sollen nun untersuchen, ob die Supermarktkette ihre Marktmacht zum Nachteil von Molkereigenossenschaften und Milchbauern missbraucht.
Afbeelding voor artikel: Oostenrijkse melkveehouders schorten levering aan SPAR op

Die österreichischen Milchbauern, vertreten durch ihren Dachverband NÖM, haben letzte Woche beschlossen, vorläufig keine Milch mehr an SPAR zu liefern. Die Vorräte werden wahrscheinlich bald aufgebraucht sein. Anlass für diesen Boykott sind festgefahrene Preisverhandlungen.

Mit einem Marktanteil von über 30 Prozent verfügt SPAR über beträchtliche Marktmacht im österreichischen Lebensmittelhandel. Die zweitgrößte Molkerei und die größte Supermarktkette können sich weiterhin nicht auf einen höheren Milchpreis einigen. Andere österreichische Supermärkte haben dem jedoch zugestimmt.

NÖM vertreten die Interessen von über 2.000 Milchbauern, die eine Kompensation für ihre gestiegenen Kosten fordern. Die Einzelhandelsgruppe hingegen nimmt die Haltung ein, dass sie die geforderte Erhöhung nicht nachvollziehen kann und diese daher nicht bezahlen möchte.

Nach Angaben der österreichischen Milchbauern decken die aktuellen Preise nicht mehr die steigenden Produktionskosten wie Energie und Futter. NÖM fordert daher eine Preiserhöhung, während SPAR erklärt hat, dies würde zu unzumutbaren Preissteigerungen für die Verbraucher führen.

Schätzungsweise sind hunderte Milchbauern an dem Boykott beteiligt. Gemeinsam liefern sie normalerweise einen großen Teil ihrer Milchproduktion an SPAR. Die österreichische Bauernkammer (LKÖ) hat sich solidarisch mit den Bauern erklärt und betont, dass sie ohne faire Vergütungen nicht überleben können.

Während SPAR an seiner Haltung festhält, haben andere Supermarktketten in Österreich sich bereit erklärt, den neuen Preisen zuzustimmen. Dadurch gelangen die Milchprodukte der Bauern in die Regale anderer Geschäfte, sodass SPAR als einziger Supermarkt von dem Lieferstopp betroffen ist.

Obwohl SPAR versucht, Alternativen für die fehlenden Milchprodukte zu finden, leidet die Kette unter der Aktion. Sowohl die Bauern als auch die Supermarktkette halten die Tür für weitere Verhandlungen offen.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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