Sonntag, 29. Mai 2022
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Polnische Regierungspartei PiS verspricht ländlichen Gebieten mehr Unterstützung und Subventionen

Die polnische Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hat polnischen Landwirten innerhalb von zwei Jahren mehr finanzielle Sicherheit und praktische Unterstützung zugesagt. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und Landwirtschaftsminister Grzegorz Puda sagten, dass bald mehr als 95 Prozent aller Landwirte mindestens die gleiche oder mehr EU-Subvention pro Hektar erhalten werden.

Das PiS-Parteitreffen in Przysucha stand ganz im Zeichen des kürzlich vorgelegten Agrarhaushalts. Die Politik äußerte sich jedoch nicht zur aktuellen Situation, in der ein Konflikt mit der EU um die polnische Rechtsprechung droht, die Zahlung von GAP-Förderungen auszusetzen.

„Ein polnischer Bauer ist in keiner Weise schlechter als ein deutscher oder ein französischer Bauer. Daher werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass in den kommenden Jahren die Höhe der Subventionen gleich oder höher ist als der Durchschnitt von EU“, sagte der Regierungschef während des PiS-Kongresses über die polnische Landschaft und Landwirtschaft.

Der Anschluss an andere EU-Landwirte ist in Polen sehr sensibel. Als das Land 2004 dem EU beitrat, erhielt es niedrigere GAP-Beträge pro Hektar als der damalige Durchschnitt. Das hat sich in den letzten Jahren etwas verringert.

Der polnische Premierminister kündigte auch eine neue Agrarversicherung gegen verschiedene Arten von Katastrophen an. Polnische Landwirte glauben, dass es nicht nur eine Versicherung gegen Wetterbedingungen sein sollte, sondern auch gegen „Naturkatastrophen“ wie Schweinepest und Vogelgrippe. Deckung und Prämie für eine solche Versicherung stehen jedoch noch nicht fest.

Bauern in ländlichen Gebieten können bald ohne Genehmigung Wasserreservoirs gegen die häufige Dürre bauen. Gefördert werde auch der Bau von Lagerhallen, in denen sie ihre Produkte lagern können, um sie später zu besseren Preisen zu verkaufen, sagte der Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Grzegorz Puda am Samstag auf dem PiS-Kongress.

Außerdem möchte er, dass Landwirte, die ihre Produkte in Lagerhallen lagern, diese „draußen“ verkaufen können. Alle Städte müssen einen Platz oder Ort ausweisen, an dem ein Lebensmittelmarkt abgehalten werden kann. Die Landbevölkerung wird keine Erlaubnis oder Lizenz mehr benötigen, um ihre lokalen Produkte zu verkaufen.

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