Vertreter der polnischen Branche und der Regierung betonten, dass ein solcher Tag dazu dienen soll, die Bedeutung des Fleischkonsums im Alltag zu unterstreichen. Polen verfügt über eine große exportierende Geflügelindustrie, die unter dem Druck der EU-Tierschutzvorschriften steht.
Agrarminister Czesław Siekierski sprach auf dem Kongress von der sehr dynamischen Entwicklung des polnischen Geflügel- und Rindfleischsektors. Er verwies auf die Geflügelfleischerzeugung, von der mehr als 50 % exportiert werden.
„Die Situation im Schweinesektor ist schwieriger, dort haben wir derzeit nur noch rund 8,5 Millionen Tiere, aber wir unternehmen alles, um das zu ändern“, so verwies er auf die Folgen der seit Jahren herrschenden Afrikanischen Schweinepest auf dem weitläufigen polnischen Land.
Während des Fleischkongresses in Warschau wiesen polnische Organisationen auf die zunehmenden EU-Vorschriften und die Folgen sich ändernder Verbraucherpräferenzen hin. Agrarminister Siekierski erklärte, dass die polnische EU-Ratspräsidentschaft die Gelegenheit bietet, solche Themen in Brüssel auf die Agenda zu setzen.
In den vergangenen Jahren hatte die vorherige nationalkonservative PiS-Regierung versucht, die Tierschutzvorschriften zu verschärfen, sah davon jedoch nach umfangreichen Bauernprotesten ab. Seit dem vergangenen Jahr ist eine bürgerlich-liberale Koalition unter Führung des ehemaligen EU-Kommissars Tusk in Warschau an der Macht.
Siekierski erklärte, dass sein Ministerium die Viehwirtschaft weiterhin unterstützen werde. Im Hinblick auf die bevorstehende EU-Ratspräsidentschaft Polens in der ersten Hälfte des Jahres 2025 nannte er die strategische Bedeutung des Agrarsektors offensichtlich.
Siekierski sagte, er werde sich erneut für den Abbau von Green-Deal-Regelungen einsetzen, soweit sie Landwirtschaft und Lebensmittel betreffen. Außerdem wolle er die Exportförderung ankurbeln und die Folgen von Agrarimporten eindämmen.

