Mit dem Ausbau und der Modernisierung des Hafens wurde bereits vor zwanzig Jahren begonnen, doch Moldau hat dies – trotz internationaler finanzieller Unterstützung – nicht aus eigener Kraft vollenden können. Giurgiulești ist der einzige Seehafen Moldaus und spielt eine zentrale Rolle im Handel des Landes.
Er liegt an der Donau, an dem Punkt, an dem die Grenzen Moldaus, Rumäniens und der Ukraine zusammenkommen. Der Hafen ist über die Donau mit dem Meer verbunden und daher strategisch wichtig für Moldau sowie die angrenzenden Länder. Durch die Kontrolle dieses Hafens hofft Rumänien, seine Position in der Region zu stärken.
Der Hafen Giurgiulești könnte als Ergänzung zum rumänischen Hafen Constanța dienen. Dies würde den Export der Ukraine stabilisieren und die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs mindern. Zudem könnte die Übernahme des Hafens durch Rumänien auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Rumänien und Moldau intensivieren, was beiden Ländern zugutekäme.
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) hat die Übernahme des Hafens durch Rumänien unterstützt. Die EBWE, die den Hafen derzeit verwaltet, sieht die Übernahme als Mittel zur Förderung des Wirtschaftswachstums.
Innerhalb der Europäischen Union wächst zudem die Unterstützung für die Integration Moldaus in den europäischen Markt. Die Übernahme des Hafens durch einen EU-Mitgliedstaat wie Rumänien würde Moldau näher an Europa bringen. Moldau und die Ukraine haben Verhandlungen mit der EU über eine mögliche Mitgliedschaft in der Union aufgenommen.

