Es ist noch unklar, ob die Maßnahme auch für Schweizer Gold gilt. Die US-Regierung verspricht hierzu bald Klarheit.
Die höhere Steuer trifft vor allem die Schweizer Metallindustrie, Uhren und andere Luxusprodukte. Arzneimittel scheinen vorerst ausgenommen zu sein. Da viele Produkte nur in der Schweiz hergestellt werden können, ist es schwierig, die Produktion zu verlagern. Dadurch drohen Preiserhöhungen oder ein Absatzrückgang.
Die Schweizer Präsidentin Karin Keller-Sutter versuchte Ende vergangener Woche in einem Eilgespräch mit ihrem amerikanischen Amtskollegen Trump, die Zollbelastung noch zu stoppen. Das gelang nicht. Nun versucht die Schweiz, den Schaden durch diplomatische Verhandlungen zu begrenzen.
Die US-Regierung erklärt, dass die erhöhte Einfuhrsteuer Teil eines größeren Maßnahmenpakets gegen viele Länder ist. Die Schweiz fühlt sich besonders hart getroffen. Im Vergleich zu anderen Ländern ist der Zollsatz für die Schweiz hoch. Für die Europäische Union gilt beispielsweise 15 Prozent.
Gold wurde am vergangenen Freitag plötzlich zu einem wichtigen Thema. Zunächst schien es, als würden auch Goldbarren unter die verschärfte US-Zollbelastung fallen. Das sorgte für steigende Goldpreise und Unruhe auf dem Markt. Später gab es Berichte, dass dies möglicherweise nicht stimmt und bald Klarheit geschaffen wird.
Swissinfo zufolge erklärt das Weiße Haus, dass bald klargestellt wird, ob die Steuer auch für Gold gilt. Bis dahin bleibt es unsicher. Sollte Gold tatsächlich besteuert werden, könnte das große Folgen für die Schweiz haben, die ein wichtiges Zentrum für den internationalen Goldhandel ist.

