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USA verschärfen Anforderungen für den Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft

Iede de VriesIede de Vries

Die amerikanische Umweltbehörde EPA wird strengere Bedingungen für die Zulassung chemischer Mittel in der Landwirtschaft festlegen. Künftig werden auch die möglichen Auswirkungen von Pestiziden auf den Lebensraum bedrohter Pflanzen und Tiere mit einbezogen. Frühere vorübergehende Zulassungen müssen ebenfalls neue Vorschriften erfüllen.

Die EPA ist zu den strengeren Kriterien durch dutzende Gerichtsverfahren gegen Landwirte und die chemische Industrie gezwungen worden. Im verschärften Zulassungsverfahren kann die EPA nun Nutzungsverbote in bestimmten Gebieten oder für bestimmte Mengen erlassen.

Die EPA hatte bereits in einem Zwischenbericht festgestellt, dass die Beschichtungen die Lebensräume von tausenden Pflanzen- und Tierarten „wahrscheinlich nachteilig beeinflussen“. Ein drohendes Verbot könnte erhebliche Folgen für die amerikanische Landwirtschaft haben.

Es geht um die Herbizide Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam, die häufig beim Anbau von Sojabohnen, Zuckerrüben, Mais, Weizen und Baumwollsaat verwendet werden. Neonicotinoide kommen auf Hunderten von Millionen Hektar amerikanischer Agrarflächen zum Einsatz.

Nicht nur diese drei, sondern alle Pestizide in den Vereinigten Staaten müssen diese neuen strengeren Prüfungen durchlaufen. In der Europäischen Union ist die Verwendung dieser drei Neonicotinoide seit 2018 strengeren Regelungen unterworfen.

Die EPA-Veröffentlichung fällt mit der Publikation einer universitären Studie zusammen, aus der hervorgeht, dass Hunderttausende Einwohner Kaliforniens aus ihren privaten Trinkwasserbrunnen nitratbelastetes Wasser trinken.

Nach Angaben von Forschern der UC Berkeley und UCLA ist das Trinkwasser für mehr als 370.000 Kalifornier mit Arsen, Nitrat und anderen Chemikalien verunreinigt. In vielen Fällen sei die Landwirtschaftsindustrie des Bundesstaates schuld, so die Wissenschaftler.

Der Bericht ist die erste umfassende Analyse der Wasserqualität in Kalifornien. Ihre Arbeit wurde kürzlich im American Journal of Public Health veröffentlicht. Den Forschern zufolge erfüllen etwa 10 Prozent der öffentlichen Trinkwassersysteme in Kalifornien nicht die minimalen Gesundheitsstandards.

Die Studie analysierte drei häufige Schadstoffe – Arsen, Nitrat und sechswertiges Chrom. Zwei von dreien stehen in Verbindung mit dem Agrarsektor in Kalifornien. Mit Blick auf die anhaltende Trockenheit in Kalifornien hat die Landwirtschaft große Mengen Grundwasser gefördert, wodurch der Arsengehalt ansteigt. Nitratbelastung wird vor allem mit der umfangreichen Agrarindustrie Kaliforniens in Verbindung gebracht, unter anderem durch Abfluss von Dünger und industrielle Tierhaltung.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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