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Zukunft der niederländischen Landwirtschaft durch Stickstoff etwas weniger positiv

Iede de VriesIede de Vries
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Die Aussichten für den niederländischen Agrarsektor in den kommenden Jahren erscheinen aufgrund der Verkleinerung des Viehbestands infolge der Stickstoffpolitik weniger positiv. Ein gewisser Preiserholung im Laufe des Jahres 2021 ist jedoch möglich, so das ING Wirtschafts Büro in einer aktualisierten Prognose.

Nach Angaben des ING-Sektorökonomen Henk van den Brink hat der Agrarsektor im vergangenen Jahr mit einem Volumenwachstum von 1 Prozent weniger stark auf die Coronakrise reagiert als andere Branchen. Die Produktionswert sank jedoch um 4 Prozent aufgrund geringerer Absatzmengen und fallender Preise.

In diesem Jahr bleibt die Unsicherheit über die möglichen Folgen der neuen Stickstoffpolitik groß, insbesondere in der Intensivviehhaltung, stellen die Ökonomen von ING fest. Im Kampf um den Raum wird die Landwirtschaft zudem durch Ansprüche auf Wohnungsbau, Solar- und Windparks sowie die Anlage von neuem Naturraum bedroht.

„Die Landwirtschaft ist wirtschaftlich gesehen eine unverzichtbare Säule. Der Sektor hat stets erheblich in Innovation und Nachhaltigkeit investiert. Außerdem bleibt der Agrarsektor unter dem von der EU festgelegten Stickstoff-Grenzwert für den Viehbestand, so Van den Brink. Es werden herausfordernde Jahre für den Agrarsektor“, erklärt der Agri & Trade Sektorökonom des ING Wirtschafts Büros.

Die Coronakrise führte anfänglich zu einem Rückgang des Milchpreises um mehr als sechs Prozent unter den langjährigen Durchschnitt. Aufgrund höherer Futterkosten sank er sogar um mehr als 20 Prozent, kehrte aber seit März wieder auf das Durchschnittsniveau zurück. Die hohen Futterkosten werden laut ING auch im weiteren Jahresverlauf das erwartete Renditewachstum dämpfen.

Für Schweinehalter gab es im vergangenen Jahr bei Preis- und Ergebnisentwicklung hohe Schwankungen mit überdurchschnittlichen Renditen. Sie erwarten jedoch ein unsicheres Jahr aufgrund von Corona und Afrikanischer Schweinepest. Außerdem steigen weltweit die Rohstoffpreise, was zu hohen Futterkosten führt, so das ING Wirtschafts Büro.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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