Die Europäische Union möchte den Transport von Personal und Material verbessern. Anlass ist die zunehmende militärische Bedrohung, insbesondere an den Ostgrenzen. Der Seehafen Zeeland ist ein Ort, an dem regelmäßig militärisches Material nach Europa gelangt.
Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur stellt zudem rund 100 Millionen Euro für Anlagen bereit, die den Betrieb von 740 Meter langen Güterzügen ermöglichen. Verlängerte Abstellstrecken entstehen an fünf weiteren Standorten: bei Rotterdam-Noord, Lage Zwaluwe, Waalhaven Zuid und am Bahnhof Roosendaal. Damit rückt der Betrieb von 740 Meter langen kommerziellen Güterzügen in greifbare Nähe. Der Markt ist dafür bereits seit längerer Zeit bereit, das Schienennetz jedoch noch nicht.
Ab 2030 besteht zudem eine EU-Verpflichtung, längere Züge auf einigen wichtigen Strecken und Hafenanlagen einsetzen zu können. Ein 740 Meter langer Güterzug ersetzt 56 Lastwagen.
Die Bauarbeiten für die längeren Züge werden mit anderen bereits geplanten Maßnahmen verknüpft. Dadurch werden Zeit und Steuergelder gespart. Zudem wird der Start einer Reihe von Erkundungen im Hafenbereich Rotterdam angekündigt, um den Rangierbahnhof Botlek besser für den Güterverkehr auszurüsten. Das ist notwendig, um längere Güterzüge von und zum Hafen Moerdijk fahren zu können.

