Auf der Münchner Sicherheitskonferenz ruft Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, zu einem unabhängigen Europa auf. Sie betonte, dass eine starke, gemeinsame Verteidigung für die Zukunft Europas entscheidend ist.
Von der Leyen plädierte für eine kraftvolle gegenseitige Verteidigungsklausel, die die EU-Länder verpflichtet, sich im Falle von Aggressionen gegenseitig zu unterstützen. Dieser Vorschlag entspricht den jüngsten europäischen Sorgen über die geopolitischen Spannungen in der Welt.
In einer Rede auf der Konferenz begrüßte sie offensichtliche Veränderungen in der amerikanischen Haltung gegenüber Europa. Sie sagte, dass dieser Ansatz wichtig für die Zusammenarbeit und Sicherheit in der Region sei. Dies wurde durch Äußerungen des US-Außenministers Rubio unterstützt.
Das Vertrauen, das von der Leyen aus Rubios Rede zog, spiegelt die positive Entwicklung der transatlantischen Beziehungen wider, sagte sie. Von der Leyen nannte ihn einen guten Partner und schätzt den neuen Ton der US-Regierung.
Während der gemeinsamen Pressekonferenz mit der NATO ging von der Leyen auf die Notwendigkeit der europäischen Zusammenarbeit zurück. Sie widersprach früheren Aussagen des NATO-Chefs Mark Rutte, der zuvor sagte, Europa könne für seine Verteidigung niemals ohne die USA auskommen.
Mehrere europäische Führungspersönlichkeiten haben ihre Botschaft unterstützt, was auf einen wachsenden Konsens über die Notwendigkeit von Solidarität innerhalb Europas hinweist. Einige EU-Politiker sprechen offen von einer „eigenen europäischen Verteidigungsarmee“, ohne die USA, unter irgendeiner Form von französisch-britischem Atomschutz.

