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Dorfbewohner im deutschen Grenzgebiet beklagen niederländischen Mist

Iede de VriesIede de Vries

Nach Schätzungen des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) werden jährlich etwa 60.000 LKW-Ladungen flüssiger Mist aus den Niederlanden nach Deutschland importiert.

Letzten Donnerstagmorgen bemerkten die Bewohner von Giesenkirchen-Schelsen zwei Tankwagen bei einem deutschen Bauernhof, die dort flüssigen Mist lieferten. Der Mist wurde anschließend auf den angrenzenden Ackerflächen im Stadtteil Schelsen ausgebracht, berichtet die lokale Nachrichtenseite lokalklick.eu im Rhein- und Ruhrgebiet.

Die Dorfbewohner reichten Beschwerden bei der Ratsfraktion der Grünen ein, nicht ohne zuvor Fotos von der Aktion zu machen. Hajo Siemes, Umweltfachmann und Sprecher der Grünen, erklärte dazu: Der Gülle wird aus unseren umliegenden Ländern importiert, weil dort noch weniger Platz zur Verfügung steht. Im niederländischen Mistgeschäft werden hohe Preise gezahlt. Die Kosten für die Mistverwertung liegen in Deutschland mit 6-8 Euro pro Kubikmeter deutlich niedriger als in den Niederlanden. Das Vorgehen der niederländischen Mistexporteure hier im Grenzgebiet belastet die lokale Umgebung und erhöht gleichzeitig die Kosten für die deutschen Mistbörsen, sagt Siemes.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die deutsche Bundesregierung bereits 2018 aufgefordert, die deutsche Düngemittelverordnung grundlegend zu verbessern. Die Bundesregierung wurde von der EU-Kommission wegen der übermäßigen Nitratbelastung auf deutschen Feldern, Äckern und Wiesen, hauptsächlich durch die Landwirtschaft, gerügt. Die verschärften Regeln sollten ab nächsten Monat in Kraft treten. Nun droht die Verschärfung der deutschen Düngeverordnung erneut verschoben zu werden – diesmal aufgrund der Corona-Krise.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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