Anwohner eines Lilienbauern in Boterveen hatten sich über den Einsatz als schädlich betrachteter Pflanzenschutzmittel beschwert und hatten zunächst sogar Rechtsprozesse gewonnen.
Klijnsma empfiehlt, eine Liste gefährlicher Pflanzenschutzmittel zu erstellen und das Landwirtschafts- und Naturschutzministerium (LNV) zu bitten, diese Mittel vorrangig zu verbieten. Ihre Empfehlung wird jedoch nicht von ihrem eigenen Kollegium der Gedeputeerde Staten (GS) unterstützt. Seit Juli besteht die Provinzregierung Drenthe aus gewählten Politikern der PvdA, CDA, VVD und BBB.
Die Provinz-Landräte übernehmen die Empfehlung ihrer eigenen CdK nicht, sind aber der Ansicht, dass die Provinz eine Informationsveranstaltung ausrichten sollte. Dort kann das Zulassungskollegium für Pflanzenschutzmittel (Ctgb) Erklärungen zur Zulassung der kritisierten Mittel abgeben, und auch Interessengruppen wie Meten=Weten können ihr Fachwissen teilen.
Die Drenther Politiker betonen, dass die vom Zwiebelbauern verwendeten Pflanzenschutzmittel geprüft und gemäß den Ctgb-Vorschriften zugelassen wurden, zugleich machen sich Anwohner Sorgen über eine mögliche Ausbreitung außerhalb der Felder und die "Anreicherung von Stoffen."
CdK Klijnsma schlägt außerdem vor, eine Liste weniger belastender Mittel für den Zwiebelanbau zu erstellen und das Ministerium zu bitten, diese beschleunigt zuzulassen. Auch dieser Vorschlag wird nicht direkt von den GS übernommen, die auf umweltfreundlichere Alternativen im Projekt Nachhaltiger Zwiebelanbau hoffen.
Die Idee, Gebiete zu erwägen, in denen Zwiebeln und Lilien angebaut werden dürfen oder nicht, wird von den GS nur unterstützt, wenn es in der Landwirtschaftsbranche eine Akzeptanz gibt. Die Drenther BBB lehnt zusätzliche provinzialstaatliche Vorschriften neben den nationalen und europäischen Regelungen ab.
Darüber hinaus gibt es Diskussionen über die Offenlegung von Daten zu den verwendeten Mitteln. Die Provinz verfügt nicht über diese Daten und befürchtet, dass Bauern sich gegen eine erzwungene Offenlegung wehren werden. Anwohner und Organisationen wie D66 und die Partei für die Tiere betonen, dass Anwohner ein Recht auf diese Daten haben und dass die Untersuchungspflicht der Provinz dies einschließt.

