Die Margen für Bio-Produkte müssen auf das Niveau der konventionell produzierten Gemüse, Obst und Fleisch gesenkt werden, so die Bio-Bauernorganisation Biohuis. Diese Ansicht wird auch von der Marktaufsicht ACM unterstützt. In einem jüngsten Schreiben an Landwirtschaftsminister Piet Adema stellt die ACM fest, dass die Mehrwertsteuer auf Bio-Produkte gesenkt oder abgeschafft werden könnte.
Niederlande befinden sich in der Rücklage im Bereich der ökologischen Landwirtschaft in Europa, mit nur 4,4 % aller landwirtschaftlichen Betriebe, die nachhaltige Anbaumethoden anwenden. Österreich hat die 25%-Norm bereits erreicht, unterstützt durch Supermärkte, die Bio-Produkte fördern und zu erschwinglichen Preisen anbieten.
Zurzeit sind die Margen viel zu hoch, sagt Biohuis-Sprecher Jaap Korteweg. „Bei Albert Heijn kostet ein Kilo gewöhnliche Karotten 1,19 €, ein Kilo Bio-Karotten jedoch 1,99 €. Ein Bio-Bauer zahlt 35 Cent für den Anbau im Vergleich zu 20 Cent bei einem konventionellen Bauern. Das macht nur 15 Cent Unterschied“, sagte Korteweg gegenüber dem Algemeen Dagblad.
Um den anfänglichen Verlust auszugleichen, könnten Supermärkte die Marge bei ungesunden und nicht nachhaltigen Produkten erhöhen, sagte er. Als Reaktion teilte Albert Heijn mit, dass sie bereits Bio-Produkte bewerben, während der Supermarkt Plus angibt, dass ihre Milchprodukte zu 100 % biologisch sind. Aldi sagte der Zeitung, dass sie nicht vorhaben, die Margen für ihre Bio-Produkte zu verändern.

