Naturschützer warnen, dass die Jagd die Wolfsart weiter gefährden und andere europäische Länder ermutigen könnte, diesem Beispiel zu folgen. Die Jägervereinigungen sagen, es sei „absolut notwendig, das Wachstum der Wolfspopulation zu verlangsamen“, berichtete die britische Zeitung The Guardian.
Diese Organisationen sagen, dass das Wolfsrudel das größte ist, das Schweden bisher hatte. Auch in anderen europäischen Ländern nimmt die Zahl der Wölfe in den letzten Jahren zu. Dies wird auf den geschützten Status zurückgeführt, den der Wolf seit vielen Jahren genießt.
Naturschutzorganisationen hingegen erklären, dass die unregulierte Jagd auf Wölfe gegen das Berner Übereinkommen des Europarats verstößt. Sie haben vergeblich versucht, gegen die Verletzung der Habitatrichtlinie Berufung einzulegen.
Das schwedische Umweltamt hatte in der Vergangenheit gewarnt, dass die Wolfspopulation nicht unter 300 sinken darf, um Inzucht zu vermeiden. Das schwedische Parlament spricht sich jedoch für eine Senkung auf 170 aus, das niedrigste Niveau, das noch innerhalb der Vorgaben der Habitatrichtlinie und der Artenrichtlinie der Europäischen Union zulässig ist. Der World Wide Fund for Nature (WWF) erklärt, diese Zahl sei „nicht auf wissenschaftlichen Fakten basiert“ gewesen.
Der skandinavische Wolf steht bereits auf der Liste bedrohter Tierarten. Schweden teilt eine Wolfspopulation mit Norwegen entlang der 2.000 Kilometer langen Grenze. Norwegen ist das einzige Land weltweit, das eine Obergrenze für die Anzahl der Wölfe festgelegt hat, wodurch pro Jahr nur die Geburt von vier bis sechs Welpen erlaubt ist. Das skandinavische Land erlaubt Jägern, die Wolfsbevölkerung jedes Jahr drastisch zu reduzieren.

