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EU: strengere Kriterien zur Emissionsminderung in der Viehzucht betreffen nur große Umweltsünder

Iede de VriesIede de Vries
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Der europäische Klimakommissar Frans Timmermans sagt, dass die neuen Emissionsnormen zur Luftverschmutzung für die meisten Viehzuchtbetriebe kaum Auswirkungen haben werden.

In fünf Jahren werden die strengeren Anforderungen auch für große Viehzuchtbetriebe mit mehr als 150 Tieren gelten. Diese werden dann verpflichtet sein, die modernste Technologie zur Luftreinhaltung einzusetzen.

Timmermans erklärte letzte Woche, dass die neue Regelung nur die umweltverschmutzendsten Unternehmen trifft. Dies sind seiner Aussage nach 10 % der Viehzuchtbetriebe, 18 % der Schweinehaltungsbetriebe und 15 % der Geflügelbetriebe, die jeweils 41 %, 80 % und 87 % aller emissionsbedingten Verschmutzungen in ihren Sektoren verursachen.

Die europäische Agrar-Dachorganisation Copa-Cogeca hat die Pläne scharf kritisiert. Der Dachverband hält die Vorschläge nicht für mit der Ernährungssouveränität vereinbar, wie sie seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine von EU-Politikern gefordert wird.

Die strengeren Anforderungen seien laut Timmermans kein Vorschlag, der „den Bauern auf den Füßen steht“. „Ganz im Gegenteil. Den Landwirten wird ein einfacheres Genehmigungsverfahren als den großen Unternehmen gewährt, zudem können sie finanzielle Unterstützung durch die Gemeinsame Agrarpolitik erhalten“, so Timmermans.

Niederlande halten sich nach Angaben von EU-Politikern bereits gut an die aktuelle Richtlinie. Die Niederlande gelten innerhalb der EU als Vorreiter bei emissionsarmen Ställen. Die 2150 Schweine- und Geflügelbetriebe, die in den Niederlanden unter die verschärfte Richtlinie fallen werden, werden voraussichtlich wenig unter der neuen Regelung leiden, heißt es.

Die neue Richtlinie legt strengere Grenzwerte für mehr als 80 Schadstoffe fest. Die vorherige Richtlinie hatte dazu geführt, dass seit 2004 die Emissionen durch große Verbrennungsanlagen in der EU für Schwefeldioxid, Stickstoff und Staubpartikel um jeweils 77 %, 49 % und 81 % verringert wurden.

Der Vorschlag setze laut Europäischer Kommission das Prinzip „Der Verschmutzer zahlt“ in die Praxis um. Die gesamten zusätzlichen Kosten belaufen sich auf einige hundert Millionen, doch diese Kosten verblassen angesichts der Vorteile für die menschliche Gesundheit: 5,5 Milliarden Euro pro Jahr, so die Europäische Kommission.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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