Die Benelux-Staaten müssen bei der Einwerbung von europäischen Fördermitteln und EU-Investitionen für den Bau gesicherter Lkw-Parkplätze enger zusammenarbeiten. Das haben Transportunternehmen, Arbeitgeber und große Unternehmen aus Belgien, Niederlande und Luxemburg bei einem Treffen in Brüssel vereinbart.
Wenn die drei Länder eine gemeinsame Transportkorridor benennen, der von Norden nach Süden durch Belgien, die Niederlande und Luxemburg verläuft, und angeben können, an welchen Stellen Bedarf an gesicherten Parkplätzen für Lkw besteht, können sie ihre Anträge auf Kofinanzierung durch die Europäische Union bündeln. Dadurch erhöhen sich ihre Chancen auf Zuschüsse aus Brüssel.
Am Treffen in Brüssel nahmen unter anderem Vertreter der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, Versicherer sowie einige niederländische und belgische Regionalverantwortliche teil. Die Interessenvertretung Transport und Logistik Niederlande (TLN) betonte, dass es am wichtigsten sei, dass Fahrer einen sicheren und komfortablen Ort zum Parken und Ausruhen erhalten. Gesicherte Parkplätze seien auch ein effektives Mittel im Kampf gegen Ladungsdiebstähle.
Kürzlich wurde bekannt, dass die Europäische Union erneut Fördermittel für den Bau gesicherter Lkw-Parkplätze bereitstellt: mehr als 20 Millionen Euro. In den Niederlanden sind mit EU-Geldern bereits über 800 zusätzliche Parkplätze für Lkw geschaffen worden.
Brüssel bemüht sich derzeit verstärkt um die Problematik der Unterbringung an Park- und Rastanlagen. Lkw-Fahrer waren oft monatelang von zu Hause weg, müssen aber jetzt gemäß EU-Vorschrift alle drei Wochen ein Wochenende zuhause verbringen können. Nicht auf eigene Kosten, sondern bezahlt vom Arbeitgeber. Zudem dürfen sie nicht mehrere Nächte hintereinander in ihren Kabinen übernachten. Ziel ist nicht nur die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, sondern auch die weitere Minimierung von Wettbewerbsverzerrungen.

