Die gesamte britische Wirtschaft, einschlieĂlich der Land- und Gartenwirtschaft, Viehzucht und Lebensmittelindustrie, will unter allen UmstĂ€nden ein Handelsabkommen mit der EuropĂ€ischen Union.
Mehr als siebzig Branchen wie die Auto- und Metallindustrie mit zusammen mehr als sieben Millionen BeschĂ€ftigten fordern, dass Premierminister Boris Johnson die Nach-Brexit-Verhandlungen mit der EU fortfĂŒhren muss. Die britische Wirtschaft will verhindern, dass das Vereinigte Königreich ohne Handelsabkommen aus der EU austritt, schreibt die Financial Times.
Premierminister Johnson teilte der EU am Freitag mit, dass EU-Diplomat Michel Barnier am Montag in BrĂŒssel nicht in den Eurostar-Zug nach London steigen muss und die geplanten achten Verhandlungsrunden nicht stattfinden werden. Barnier darf nun seinen britischen Verhandler anrufen, um zu besprechen, wie es weitergeht.
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Premier Boris Johnson erklĂ€rte am Freitag, dass sein Land sich auf einen Austritt aus der EU ohne Handelsabkommen vorbereitet. In diesem Fall gelten ab dem 1. Januar fĂŒr den Handel zwischen GroĂbritannien und dem europĂ€ischen Festland wieder die Standard-WTO-ZollsĂ€tze.
In diesem Fall droht der britischen Wirtschaft ein betrÀchtlicher Absatzverlust. Auch einige EU-Branchen werden unter neuen Zolltarifen leiden.
Barnier fĂŒhrte am Freitag ein TelefongesprĂ€ch mit seinem britischen Kollegen David Frost. Sie vereinbarten, sich am Montagnachmittag erneut anzurufen âum ĂŒber die Struktur der Verhandlungen zu diskutierenâ, so ein Sprecher Barniers. Diese Formulierung deutet darauf hin, dass die EU weiterhin an den Dialog und an ein letztendliches Abkommen glaubt.
London will nur weitermachen, wenn die EU âein grundlegend anderes Vorgehenâ anwendet, so Johnson. Auf ihrem EU-Gipfel forderten die 27 EU-Regierungschefs am Donnerstag hingegen gerade, dass die Briten sich bewegen mĂŒssen, um eine Einigung zu ermöglichen.

