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EU wird ukrainischen Bauern Geld für den Kauf von Ackerland leihen

Iede de VriesIede de Vries

Die Europäische Kommission wird ukrainischen Bauern und ihren Genossenschaften Kredite in Höhe von 50 Millionen Euro für den Kauf von Ackerland bereitstellen. Das Land hat in diesem Monat damit begonnen, viele Staatseigentümer in landwirtschaftlichen Gebieten zu veräußern. Damit wurde die Dezentralisierung von Land offiziell von Präsident Selenskyj eingeleitet.

„Wir haben in den letzten zwei Jahren 50 Millionen Euro bereitgestellt, um kleine Bauern zu unterstützen, damit sie den Kauf ihres Landes finanzieren können. Dies geht Hand in Hand mit der Notwendigkeit, ein gutes Hypothekensystem zu entwickeln“, sagte EU-Gesandte Katarina Maternova.

Im vergangenen Jahr hat Präsident Selenskyj das nationale Bodenunternehmen reorganisiert und modernisiert. Dabei wurden verschiedene Fälle von Betrug mit Ackerland aufgedeckt und rückgängig gemacht. So fehlten 5 Millionen Hektar in der Bodenbilanz des Landes. Es wurden mehr als dreißig Formen von Korruption auf dem Bodenmarkt entdeckt.

Die Ukraine hatte ursprünglich auch geplant, den Verkauf von Ackerland an ausländische Investoren zu ermöglichen. Nach Protesten ukrainischer Bauern und Geschäftsleute wurde dies jedoch aufgeschoben. Es gibt jedoch bereits eine beträchtliche Anzahl EU-Landwirte, die dort Ackerland mieten oder gemeinsam mit Ukrainern Genossenschaften betreiben.

Die Ukraine möchte gerne Mitglied der Europäischen Union werden, doch der „große Nachbar“ Russland ist entschieden dagegen. Russland hat die Halbinsel Krim eingenommen und annektiert und provoziert seit Jahren eine Rebellion in den östlichen (landwirtschaftlichen) Provinzen. Die Ukraine verfügt inzwischen allerdings über ein umfangreiches (agrarisches) Handelsabkommen mit der EU.

Die Ukraine zählt über 40 Millionen Hektar Ackerland, das Dreifache von Deutschland und ein Vielfaches von den Niederlanden (1,7 Millionen Hektar). Viel Land in der Ukraine befindet sich derzeit noch im Eigentum von Staatsunternehmen. Außerdem gibt es im Land noch viele ehemalige kollektive Bauernhöfe (Kolchosen), die aus der Zeit stammen, als die Ukraine noch zur Sowjetunion gehörte.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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