Die Maßnahme ist Teil der umfassenderen europäischen Sanktionen gegen Moskau seit Beginn der Invasion im Jahr 2022. Brüssel erklärt, strengere Visaregeln seien notwendig, um Russen häufiger kontrollieren und besser überwachen zu können, wer Zugang zum Schengenraum erhält.
EU-Beamte äußern wachsendes Unbehagen über Spionage, Sabotage und Desinformationskampagnen, die von Russland gesteuert werden. Auch der Einsatz illegaler Migration sowie die Störung europäischer Infrastruktur (Luftraum und Züge) werden als Gründe für die Verschärfung genannt.
Ausnahmen gelten weiterhin für bestimmte Gruppen, darunter Familienangehörige von EU-Bürgern oder legal in der EU lebende Russen, Transportpersonal, Dissidenten, unabhängige Journalisten und Menschenrechtsverteidiger. Für diese können die EU-Staaten weiterhin Mehrfachvisa mit einer begrenzten Gültigkeit von bis zu einem Jahr ausstellen.

