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Furcht vor mehr Stickstoff durch Renure-Dünger in der Landwirtschaft

Iede de VriesIede de Vries
Europäische Umweltorganisationen und EU-Politiker stehen sich wegen neuer europäischer Regeln zur Ausweitung der Düngernutzung gegenüber. Neue Vorschläge sollen der Landwirtschaft helfen, werfen aber auch Fragen zum Umweltschutz und zur Umsetzung auf. Verarbeiteter Renure-Dünger führt zu mehr Stickstoff in der Landwirtschaft, so heißt es.
Die Sorge wächst vor zusätzlichem Stickstoff durch den Einsatz von Renure-Dünger in der Landwirtschaft.

Die kürzlich genehmigten europäischen Pläne zur Zulassung der sogenannten Renure-Produkte haben Diskussionen ausgelöst. Diese Nährstoffe auf Äckern und Weiden, hergestellt aus verarbeitetem tierischem Mist, können als Ersatz für Kunstdünger dienen und erhalten eine größere Rolle in der Landwirtschaft. 

Kritiker befürchten, dass der Renure-Stickstoff nicht als Ersatz für chemisch hergestellten Kunstdünger verwendet wird, sondern zusätzlich zu den erlaubten EU-Maximalwerten. Das könnte eine zusätzliche Bedrohung für die Trinkwasserqualität darstellen. Derzeit wird an einer Überarbeitung dieser europäischen Richtlinie gearbeitet.

Mehr Spielraum

Ein wichtiger Punkt der neuen Regeln ist, dass die EU-Länder die Möglichkeit erhalten, die Ausbringung von mehr Stickstoff zu erlauben als bisher gestattet. Dadurch entsteht zusätzlicher Spielraum über die bestehenden Normen für die Düngernutzung hinaus.

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Befürworter sehen darin eine Chance, effizienter mit Dung umzugehen und weniger abhängig von Kunstdünger zu werden. Dies kann ihrer Meinung nach helfen, Rohstoffe besser zu nutzen und die Kosten für landwirtschaftliche Betriebe zu senken.

Nitrat

Gleichzeitig üben die europäischen Umweltorganisationen scharfe Kritik an der Art und Weise, wie die Regeln zustande gekommen sind. Sie behaupten, dass wichtige Schritte bei der Vorbereitung nicht vollständig befolgt wurden und die Begründung mangelhaft ist. Ihrer Ansicht nach muss zuerst eine Folgenabschätzung durchgeführt werden, bevor die EU neue Umweltgesetze verabschieden darf.

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass der neue Ansatz vor einer umfassenderen Bewertung der bestehenden Nitrat-Regeln vorgezogen wird. Kritiker sehen darin eine Unsicherheit bezüglich der Kohärenz der Politik. Die Anwendung der neuen Regeln wird sich künftig von Land zu Land unterscheiden. Die Mitgliedsstaaten müssen selbst entscheiden, ob und wie sie die Möglichkeiten nutzen. Das bedeutet, dass die Auswirkungen in der Praxis variieren können.

Die Praxis

Neben der europäischen Debatte spielt auch die praktische Umsetzung eine große Rolle. In verschiedenen Ländern gibt es Fragen zu den Voraussetzungen, der Anerkennung von Produkten und der Art der Anwendung der Regeln.

Für landwirtschaftliche Betriebe ist vor allem Klarheit wichtig. Unternehmer möchten wissen, woran sie sind, bevor sie in neue Techniken oder Anpassungen in ihrem Betriebsablauf investieren.

Dabei bildet die Umsetzung in der Praxis einen zentralen Fokus. Bleiben Verfahren komplex oder Regeln unklar, besteht das Risiko, dass die neuen Möglichkeiten schwer umgesetzt werden können.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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