IEDE NEWS

Getreideexport der Ukraine blockiert; bittet EU um mehr Importe

Iede de VriesIede de Vries
Die Ukraine möchte ab September erneut mit der Europäischen Kommission über höhere Quoten für den Export von Agrarprodukten verhandeln. Kiew versucht damit seinen Zugang zum europäischen Markt zu erweitern, da der traditionelle Export über das Schwarze Meer erheblich beeinträchtigt ist.
Die Ukraine sucht neue Exportwege, da die Getreideexporte ins Stocken geraten und bittet die EU um Unterstützung.Foto: EU

Minister für Agrarpolitik und Ernährung Taras Vysotsky hat Agrar- und Lebensmittelunternehmen aufgefordert, Daten und Berechnungen für die Verhandlungen vorzulegen. Gleichzeitig sollten ukrainische Exporteure seiner Meinung nach alle bestehenden Möglichkeiten und verfügbaren Zollvergünstigungen bestmöglich nutzen.

Während der Beratung mit dem Sektor kamen auch Schienen- und Hafenverkehr sowie die verfügbaren Exportmöglichkeiten zur Sprache. Die Ukraine sucht zudem nach neuen Möglichkeiten, die sich aus Handelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich, der Schweiz und Norwegen ergeben.

Hafenblockade

Der Wunsch der Ukraine, den Zugang zu ausländischen Märkten zu erweitern, kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt für den Agrarexport. Der Export über das Schwarze Meer ist durch russische Angriffe auf Häfen, Schiffe und Infrastruktur erheblich gestört. Im August legten keine Schiffe mehr in den Häfen bei Odessa an.

Promotion

In den ersten zwölf Tagen des Augusts exportierte die Ukraine etwa 590.000 Tonnen Agrarprodukte. Laut Minister Vysotsky entspricht dies nur etwa 30 Prozent der benötigten Menge. Wenn die Häfen blockiert bleiben, können alternative Verbindungen seiner Einschätzung nach höchstens etwa die Hälfte des normalen Exportpotenzials abwickeln.

Wird liegen bleiben

Dadurch droht etwa 30 Millionen Tonnen ukrainischer Agrarprodukte der internationale Markt nicht zu erreichen. Derzeit entfällt etwa 45 Prozent der Ausfuhr auf die Schiene und ebenfalls etwa 45 Prozent über die Donau. Die verbleibenden 10 Prozent werden per Straße transportiert. Auch diese alternativen Verbindungen haben Einschränkungen.

Die Donau kann laut Vysotsky letztlich etwa 1,5 Millionen Tonnen pro Monat bewältigen. Dafür muss jedoch der aktuelle Wasserstand steigen. Außerdem sind auch diese Routen verletzlich: Russland hat letzte Woche Ismajil an der Donau angegriffen. Die Ukraine bittet daher internationale Partner zugleich um eine teilweise Erstattung der zusätzlichen Transportkosten.

Kein Waffenstillstand

Kiew versucht unterdessen, die Angriffe rund ums Schwarze Meer einzudämmen. Die Ukraine hat über eine dritte Partei Moskau vorgeschlagen, Angriffe auf zivile Schiffe und Anlagen wechselseitig einzustellen. Russland hat eine Feuerpause abgelehnt und lehnt auch einen türkischen Vorschlag für ein Moratorium der militärischen Operationen in der Region ab.

Die anhaltenden russischen Angriffe erhöhen die Risiken für Schiffe und führen zu höheren Transport- und Versicherungskosten. Dadurch wird auch der Getreidehandel beeinträchtigt. Die Probleme rund ums Schwarze Meer machen alternative Verbindungen immer wichtiger, während gerade diese Routen nicht über ausreichende Kapazitäten verfügen, um die großen ukrainischen Seehäfen vollständig zu ersetzen. Dadurch droht ein Teil der Ernte liegen zu bleiben.

Promotion

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

Verwandte Artikel

Promotion