Milchprodukte bleiben die größte Exportkategorie Irlands, mit einem stabilen Exportwert von 6,3 Milliarden Euro. Trotz ungünstiger Wetterbedingungen, die das Graswachstum beeinträchtigten, blieb der Milchexport auf Kurs. Wichtige Märkte für diese Produkte waren die EU, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten.
Der Export von Fleisch und Vieh stieg um sechs Prozent auf 4,3 Milliarden Euro, dank höherer Mengen und Preise für Rind- und Schweinefleisch sowie Kälberhandel. Zudem verzeichnete die Getränkeindustrie ein Wachstum von fast zwanzig Prozent, wobei der Whisky-Export um dreizehn Prozent auf über eine Milliarde Euro zunahm. Auffällig war die Verdreifachung des Exportwerts von „Ready-to-Drink“-Getränken auf 235 Millionen Euro.
Das Vereinigte Königreich blieb der wichtigste Absatzmarkt für irische Landwirtschaftsprodukte mit einem Exportwert von 5,9 Milliarden Euro, ein Anstieg von sieben Prozent. Obwohl der Anteil des Vereinigten Königreichs am Gesamtexport seit dem Brexit zurückgegangen ist, bleibt es ein entscheidender Markt.
Der irische Export in die EU-Länder stieg um vier Prozent auf ebenfalls 5,9 Milliarden Euro, wobei Frankreich, Deutschland und Belgien gemeinsam fast 40 % dieses Exports ausmachten. Der Handel mit Nordamerika nahm um vierzehn Prozent auf etwa zwei Milliarden Euro zu, während die Exporte nach Asien und Afrika unterschiedliche Ergebnisse zeigten.
Trotz dieser positiven Zahlen steht die irische Landwirtschaftsbranche vor erheblichen Herausforderungen, insbesondere im Bereich Klimawandel und Nachhaltigkeit. Der Sektor ist für einen wesentlichen Teil der nationalen Treibhausgasemissionen verantwortlich, hauptsächlich durch Methanemissionen von Vieh. Um die Klimaziele zu erreichen, erwägt die irische Regierung Maßnahmen wie die Reduzierung des Viehbestands.
Darüber hinaus hat die irische Regierung die Nationale Biomethan-Strategie eingeführt, bei der Landwirte eine zentrale Rolle bei der Produktion erneuerbarer Energien spielen können. Das Ziel ist, innerhalb von etwa sechs Jahren 5,7 Terawattstunden Biomethan zu produzieren, etwa zehn Prozent des derzeitigen Gasverbrauchs.
Die Aussichten für die irische Landwirtschafts- und Lebensmittelindustrie bleiben positiv, mit Erwartungen eines weiteren Exportwachstums im Jahr 2025.

