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Klimaatjugendliche protestieren gegen schwächere neue EU-Agrarpolitik

Iede de VriesIede de Vries
Berlaymont auf Wikipedia

Vor dem Berlaymont-Gebäude der Europäischen Kommission haben erneut Dutzende Jugendlicher der EU-weiten Klimabewegung gegen die neue GAP-Agrarpolitik demonstriert. Wie bereits an den vergangenen zwei Wochenenden verteilten die Jugendlichen erneut Flugblätter an Passanten.

Den Klimajugendlichen zufolge bekämpft die neue GAP die Klimakrise nicht. Demgegenüber ruft der europäische Dachverband der jungen Landwirte (CEJA) die Gegner der GAP-Reform dazu auf, ihren Protest einzustellen und im Rahmen der heute vorliegenden Gesetzestexte gemeinsam über Verbesserungen nachzudenken.

Letzte Woche legten sowohl das Europäische Parlament als auch der Rat der Landwirtschaftsminister ihre Positionen zu einer gewünschten Modernisierung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik fest. Diese Positionen sind jedoch deutlich weniger weitreichend als der Vorschlag der Europäischen Kommission.

Die linken Fraktionen im Europaparlament stimmten deshalb gegen die Abschwächungen und haben nun zusammen mit Klima- und Umweltgruppen dazu aufgerufen, den gesamten Vorschlag zurückzuziehen.

Etwa ein Drittel des EU-Haushalts fließt in den kommenden sieben Jahren in die Agrarpolitik, doch das trägt den Klimajugendlichen zufolge lediglich zum weiteren Verlust der Biodiversität bei, indem "intensive Monokultur-Landwirtschaft mit dem Einsatz von Pestiziden gefördert wird". Die Organisation will in den kommenden Wochen den Druck auf die europäischen Entscheidungsträger mit Online- und Offline-Kampagnen weiter erhöhen.

Auch die europäischen jungen Agrarier sind mit den aktuellen Texten der neuen Agrarpolitik nicht zufrieden. Sie bezeichnen diese als "einen nicht-rechtlichen Visionstext, der von einer kleinen Gruppe von Menschen im Berlaymont-Gebäude erstellt wurde und eine ungenaue und unvollständige Sicht auf die Realität, Dynamik und Ambitionen der Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts vermittelt".

Das bedeutet jedoch nicht, dass junge Landwirte kein Verständnis für die Ziele des europäischen Green Deal hätten. Zudem betonen die jungen Landwirte, dass sie den aktuellen Status quo verteidigen wollen.

Die Organisationen junger Bauern seien stets eine kritische, aber konstruktive Stimme in der Debatte gewesen, heißt es. "Auch für uns erfüllt die vorgeschlagene Reform nicht vollständig die Ideen und Visionen, die wir für die Zukunft der europäischen Landwirtschaft haben", so der Tenor.

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Agrar

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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