Es gibt zwar Geschmacksunterschiede bei einigen Lebensmittelmarken zwischen Ost- und Westeuropäischen Ländern, aber nicht bei der Qualität. Eine Folgeuntersuchung der Europäischen Kommission kommt zu dem Schluss, dass es manchmal Abweichungen in der Rezeptur gibt, diese aber nichts mit geografischen Absatzgebieten zu tun haben.
Mit der Untersuchung und den Ergebnissen reagiert die EU auf wiederkehrende Beschwerden vor allem aus osteuropäischen EU-Ländern, wonach in deren Geschäften von bestimmten Marken billigere und schlechtere Varianten verkauft würden als in westeuropäischen Ländern. Frühere Untersuchungen von zwanzig Markenprodukten hatten bereits gezeigt, dass in der Hälfte der Fälle Geschmacksunterschiede und Abweichungen in der Rezeptur vorlagen.
Im Rahmen der Studie analysierten die Forscher zwanzig verpackte Lebensmittelprodukte. Bei der Hälfte konnten beim Verzehr Geschmacksunterschiede wahrgenommen werden, die auf eine Variation in der Zusammensetzung zurückzuführen sind, geben die Forscher zu. Doch in Bezug auf die Lebensmittelqualität liegt keine Diskriminierung vor.
Der damalige Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, betonte vor vier Jahren, nicht akzeptieren zu können, dass in manchen Teilen Europas – in derselben Verpackung und mit derselben Vermarktung – Lebensmittel von minderer Qualität verkauft würden als in anderen Regionen.
Lebensmittelhersteller erklärten, dass es manchmal Rezepturunterschiede gebe, um den lokalen Geschmack und die Nachfrage zu bedienen. Für einen möglichen Unterschied zwischen Ost und West – wie zuvor vermutet – gibt es jedoch keine Hinweise.

