IEDE NEWS

Özdemir und Denormandie: EU muss auf mehr Proteine und pflanzliche Produkte setzen

Iede de VriesIede de Vries

Der deutsche Landwirtschaftsminister Cem Özdemir unternahm am Montag seinen ersten Auslandsdienstbesuch, und zwar in Frankreich. In Paris traf er seinen französischen Amtskollegen Julien Denormandie.

Özdemir sprach mit seinem Amtskollegen unter anderem über Unterstützungsmaßnahmen für Ukraine und die Auswirkungen des russischen Krieges auf die weltweiten Agrarmärkte sowie über die europäische Landwirtschaft.

„Was meinen Kollegen Denormandie und mich betrifft, ist die Sicherstellung der Versorgung der ukrainischen Bevölkerung unsere oberste Priorität“, sagte Özdemir nach dem Treffen besorgt. Er warnte davor, den Krieg in der Ukraine gegen die Klimakrise auszuspielen. Gleichzeitig habe der russische Angriffskrieg Auswirkungen auf die europäische und internationale Versorgungssicherheit, so Özdemir.

Obwohl pragmatisches Handeln erforderlich sei, könne das nicht bedeuten, dass alte Konzepte einfach wieder hervorgeholt werden, erklärte er. „Umso mehr freue ich mich, dass wir uns darin einig sind, dass die Ziele des Green Deal und der Farm-to-Fork-Strategie nicht infrage gestellt werden“, sagte Özdemir unter Verweis auf Denormandie.

Dem europäischen Nachrichtenportal Euractiv zufolge hatte der französische Präsident Emmanuel Macron letzte Woche zu einer Neuausrichtung der Agrarpolitik im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine aufgerufen. „Europa kann es sich nicht leisten, weniger zu produzieren“, so Macron, und forderte eine Überprüfung der „Vom Hof zum Teller“-Ziele.

„Die klare Lehre aus der aktuellen Situation für uns und die gesamte EU muss sein, Abhängigkeiten zu reduzieren“, forderte Özdemir. Dies betreffe vor allem den verstärkten Anbau von Hülsenfrüchten. Einerseits als Futtermittel, andererseits um tierische Proteine zu ersetzen und mehr pflanzliche Proteine für die menschliche Ernährung zu erzeugen.

In diesem Zusammenhang betonten die beiden Minister, dass eine Wendung hin zu geschlossenen Kreisläufen und nachhaltiger Produktion notwendig sei. Vor allem die Weiterentwicklung einer europäischen Strategie für proteinreiche Pflanzen sei sinnvoll, so beide.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

Verwandte Artikel