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Strenge EU-Anforderungen für Lebensmittelimporte bremsen Handel mit Indien

Iede de VriesIede de Vries
Europäische Kriterien für die Zulassung von importierten Lebensmitteln und Agrarprodukten aus Nicht-EU-Ländern können ein Hindernis für ein zukünftiges Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU darstellen. Insbesondere der Einsatz in der EU verbotener chemischer Pflanzenschutzmittel in Indien stellt ein Problem dar.
Strenge europäische Importregeln für Lebensmittel setzen die Handelsbeziehungen mit Indien unter Druck.Foto: ddnews.gov.in

Einerseits drängen europäische Gesundheitsinspektoren auf strengere und häufigere Kontrollen der Qualität importierter Lebensmittel. Dies geschieht unter anderem auf Drängen von Bauern und deren landwirtschaftlichen Organisationen, da dadurch ausländische Konkurrenz von den EU-Märkten ferngehalten werden kann.

Andererseits fordern Bauernverbände bei Brüssel eine Lockerung der Vorschriften und Kriterien für den eigenen Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. Nach einigen Jahren der Green Deal-Politik werden in der EU nun viele Vorschriften und Kriterien zugunsten der Wirtschaft gelockert oder sogar vollständig abgeschafft.

Strenge Kontrollen

Ein bedeutendes Hindernis für ein Handelsabkommen mit Indien sind die intensiven Kontrollen einer Reihe von Agrarprodukten aus Indien. Je nach Produkt werden zwanzig bis fünfzig Prozent der Sendungen kontrolliert, bevor sie auf den europäischen Markt gelangen dürfen.

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Neben Rückständen von Pflanzenschutzmitteln werden auch bakterielle und schimmelbedingte Verunreinigungen sowie Mängel in der Zertifizierung und Etikettierung als Gründe für Ablehnungen genannt. Die meisten Ablehnungen stehen allerdings nicht in direktem Zusammenhang mit festgestellten Rückständen von Pflanzenschutzmitteln.

Lebensmittelsicherheit

Diese zusätzlichen Kontrollen haben direkte Auswirkungen auf den Handel: längere Wartezeiten an der Grenze, höhere Kosten für Exporteure und mehr Unsicherheit bezüglich der Lieferung. Deshalb wächst in Indien die Überzeugung, dass nicht nur über Zölle und Marktzugang gesprochen werden sollte, sondern auch darüber, wie die europäischen Vorschriften für Lebensmittelsicherheit angewandt werden. 

Ohne Lösungen für die Umsetzungspraxis drohen die Vorteile eines Handelsabkommens laut indischen Ökonomen begrenzt zu bleiben. Gleichzeitig ertönt aus Brüssel der Aufruf, die Qualitätskontrolle innerhalb Indiens zu verbessern.

Verbessern

Dabei wird besonders auf ein besseres Kontrollsystem hingewiesen, von der Anbauphase bis zum Export, mit mehr Kontrollen, besserer Rückverfolgbarkeit, anerkannten Laboren und strengerer Einhaltung der Vorschriften. Nur so kann Indien die aktuellen europäischen Anforderungen erfüllen.

Unterdessen entsteht innerhalb der EU-Gremien eine völlig andere Debatte über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Bauernorganisationen und Vertreter der chemischen Industrie ziehen gemeinsam an einem Strang, um die europäischen Vorschriften zu lockern. Sie argumentieren, dass Landwirte innerhalb der EU nicht stärker belastet werden dürfen als ihre Konkurrenten in Nicht-EU-Ländern. 

Biologisch

Gleichzeitig wird nach Alternativen zur chemischen Pflanzenschutzmittel gesucht. So laufen Projekte zur Entwicklung biologischer Lösungen, die den Einsatz chemischer Mittel verringern sollen. Damit existieren innerhalb und außerhalb Europas gleichzeitig unterschiedliche Sichtweisen auf die Zukunft des Pflanzenschutzes und die Bedingungen, unter denen Agrarprodukte international gehandelt werden können.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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