In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist der Export ukrainischer agroindustrieller Produkte in EU-Länder um 10 % gestiegen und erreichte fast vier Milliarden Euro. Das berichtet der Ukrainische Club für Agrargeschäft (UCAB).
Ukraine hat bereits die Jahresquoten für zollfreien Agro-Export in die EU für sieben Produkte vollständig ausgeschöpft: Honig, Getreide und Mehl, verarbeitete Stärke, verarbeitete Tomaten, Trauben- und Apfelsaft, Geflügel und Eier. Die Quote für zwei Warengruppen ist noch nicht ausgeschöpft: Zucker und Mais.
Die Zuckerquote für die EU wurde aufgrund der Knappheit auf dem ukrainischen Markt nicht genutzt, und die Maisquote wegen der hohen Nachfrage aus China und der Umleitung von Maisvolumen über diesen Verkaufskanal.
Dem monatlichen Bericht zufolge war die Ukraine im vergangenen Jahr der viertgrößte Exporteur von Agrarprodukten in die Europäische Union nach dem Vereinigten Königreich, Brasilien und den Vereinigten Staaten.
Nach Angaben des UCAB liegt der Export in die EU jetzt wieder auf dem Niveau von 2019, nach einem Einbruch von über zehn Prozent im Jahr 2020. In jenem Jahr schloss die Ukraine elf Quoten für zollfreien Export unter anderem für Honig, Zucker, Getreide und Mehl, verarbeitete Stärke, Eier, Mais und Geflügel.
Im Jahr 2020 wurde die Quote für Eier vollständig ausgeschöpft. Die Quote für Weizenlieferungen wurde 2020 nur zu 78 % genutzt, obwohl sie 2019 vollständig genutzt wurde. Laut UCAB ist die Lage bei Butter kritischer: 2020 wurden nur 6 % der zugewiesenen Quote genutzt, während sie im vergangenen Jahr vollständig ausgeschöpft wurde.

