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Georgien schickt dissidenten aserbaidschanischen Journalisten zurück

Iede de VriesIede de Vries
Ein aserbaidschanischer Journalist wurde nach einer nächtlichen Festnahme und einer schnellen Gerichtsverhandlung von Georgien in das Nachbarland Aserbaidschan abgeschoben. Kurz nach seiner Ankunft wurde Afghan Sadigov von den Behörden in Aserbaidschan festgenommen; kurze Zeit später wurde er wieder freigelassen.
Georgien schickt dissidenten Journalisten zurück, kurz vor Besuch des aserbaidschanischen Präsidenten Aliyev.

Die Abschiebung erfolgte kurz vor dem Besuch des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev in Georgien. Gerade dieses Timing verlieh der Angelegenheit zusätzliches Gewicht und ließ die Abschiebung sofort als politisch sensibel erscheinen.

Der nach Georgien geflohene aserbaidschanische Journalist wurde spätabends festgenommen. Noch in derselben Nacht fand eine Gerichtsverhandlung statt, und in den frühen Morgenstunden wurde beschlossen, dass er das Land verlassen muss. Die Abschiebung wurde daraufhin nahezu unmittelbar durchgeführt.

Als formeller Grund wurde angegeben, dass er die georgische Polizei online beleidigt haben soll. Diese Anschuldigung wurde im Verfahren als Grundlage für seine Ausweisung aus Georgien herangezogen. 

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Aufschub durch EuGH

Gleichzeitig gab es schon länger ein anderes juristisches Problem. Aserbaidschan versuchte schon seit geraumer Zeit, ihn in seine Hände zu bekommen. In diesem Zusammenhang hatte der Europäische Gerichtshof für Justiz zuvor bestimmt, dass seine Auslieferung nicht stattfinden darf, solange sein Fall noch geprüft wird. Gerade deshalb führte die Abwicklung der Sache jetzt zu zusätzlicher Unruhe.

Nach seiner Ankunft in Aserbaidschan herrschte erneut Unklarheit. Zunächst wurde gemeldet, dass er festgenommen worden sei. Später stellte sich heraus, dass er wieder freigelassen wurde. Auch nach dieser Freilassung blieb seine Situation unsicher. Der Kern der Angelegenheit änderte sich dadurch nicht: Georgien war als Aufenthaltsort für ihn verloren gegangen und er befand sich erneut in Aserbaidschan, wo bereits seit längerer Zeit Druck in Bezug auf seinen Fall besteht. 

Unklar

Was diesen Fall besonders auffällig macht, ist die Kombination aus Schnelligkeit, Timing und Unklarheit. Eine nächtliche Festnahme, eine Entscheidung wenige Stunden später, eine anschließende Abschiebung und danach eine kurze Inhaftierung nach der Ankunft bilden zusammen eine Ereigniskette, die außergewöhnlich schnell ablief.

Unklar bleibt unter anderem, wie umfangreich seine Möglichkeiten zur Verteidigung kurz vor seiner Ausreise noch waren und wie seine genaue rechtliche Situation jetzt aussieht. Während die Fakten über Festnahme, Abschiebung, Ankunft und Freilassung im Großen und Ganzen übereinstimmen, sind die langfristigen Folgen noch nicht vollständig geklärt.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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