IEDE NEWS

EU-Nachhaltigkeit: Auch Banker und Anleger müssen sich daran halten

Iede de VriesIede de Vries

Im Europäischen Parlament wurde schließlich eine Einigung über eine europäische Liste erzielt, die angibt, welche Investitionen als nachhaltig bezeichnet werden dürfen, die sogenannte ‚grüne Taxonomie‘. Nach wochenlangen Verhandlungen schien vor zwei Wochen bereits eine Einigung mit den EU-Regierungen erzielt, doch diese drohten vergangene Woche zurückzurudern. Durch einige Anpassungen im Text wurde dies nun behoben.

Finanzinstitute, die behaupten, eine Investition sei nachhaltig, müssen dies künftig anhand der europäischen Regeln der Taxonomie nachweisen. Damit wird „Greenwashing“ bei Finanzprodukten entgegengewirkt. Zudem sorgt die Vereinbarung für mehr Transparenz: Investoren können künftig sehen, wie viel Prozent ihres Finanzprodukts tatsächlich nachhaltig ist.

Fällt ein Finanzprodukt nicht unter die Taxonomie, muss dies dem Investor verpflichtend mitgeteilt werden. Auf diese Weise werden Schritte unternommen, um nachhaltiges Investieren zur Norm zu machen. „Die EU setzt mit diesen Definitionen weltweit den Standard für nachhaltiges Investieren. Trotz heftiger Lobbyarbeit der Wirtschaft sind in dieser Einigung ambitionierte Kriterien für nachhaltige Investitionen enthalten“, so der Europaabgeordnete Bas Eickhout (Grüne).

Ein großer Streitpunkt während der Verhandlungen waren genaue Kriterien, denen eine nachhaltige Investition entsprechen muss. Nach Einwänden unter anderem von Frankreich wurde der Text zur Kernenergie leicht angepasst, sodass Anlagen darin nicht von vornherein als nicht nachhaltig gelten.

„Wir haben Geschichte geschrieben“, reagierte EU-Kommissar Valdis Dombrovskis. Nach seiner Ansicht wird die Vereinbarung für einen Fluss grüner Investitionen sorgen, mit denen Europa helfen wird, bis 2050 klimaneutral zu sein.

Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist ebenfalls erfreut über das „robuste und ausgewogene Abkommen. Dies ist eine gute Nachricht für die vielen EU-Bürger, Interessengruppen und politischen Entscheidungsträger, die vorankommen wollen, wie es die Klimawissenschaft verlangt.“

Eickhout ist zufrieden mit den neuen Regeln, die sicherstellen, dass Investitionen in Kernenergie, Gas und Kohle nicht als nachhaltig eingestuft werden können. Eickhout: „Es wäre schrecklich, wenn Nachhaltigkeitsanforderungen aufgeweicht würden, um ausschließlich nationale Interessen zu bedienen. Zum Glück haben wir verhindert, dass Polen Investitionen in Kohle, Deutschland in Gas und Frankreich in Kernenergie als ‚nachhaltig‘ bezeichnen können.“

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

Verwandte Artikel