Die KLM-Mitarbeiter, die aufgrund der Coronakrise entlassen wurden, erhalten finanzielle Unterstützung von der Europäischen Union. Es handelt sich um einen Betrag von fünf Millionen Euro, der direkt für diese ehemaligen KLM-Mitarbeiter vorgesehen ist. Dies hat das Europäische Parlament am Montag beschlossen.
Mit dem Geld können die entlassenen KLM-Mitarbeiter sich umschulen lassen, neue Arbeit finden oder ein eigenes Unternehmen gründen. Auch entlassene Arbeitnehmer aus drei weiteren EU-Ländern erhalten finanzielle Unterstützung.
Die Hilfsgelder gehen direkt an die mehr als 1200 entlassenen KLM-Mitarbeiter und sind somit nicht für den Konzern selbst bestimmt. Niederlande haben im Namen der Betroffenen einen Antrag beim europäischen EFG-Coronafonds gestellt, der nun vom Europaparlament genehmigt wurde.
Von ehemaligen KLM-Mitarbeitern wird erwartet, dass sie die REU-Förderung für Ausbildungs-, Verkehrs- oder Unterkunftskosten verwenden. Lokale Arbeitsämter sollen sie dabei unterstützen.
Nicht nur fließen fünf Millionen Euro an die Niederländer, sondern es werden auch 1,8 Millionen Euro für Unterstützung entlassener Mitarbeiter von Finnair in Finnland bereitgestellt. Zudem erhalten 1.500 entlassene belgische Flughafenmitarbeiter 3,7 Millionen Euro Unterstützung und 500 deutsche Metallarbeiter 1,1 Millionen Euro Förderung.
Der EFG-Fonds wurde nicht wegen der Coronakrise gegründet. Er besteht seit 2007 und hat zum Ziel, Arbeitnehmer in der EU vor den negativen Folgen der Globalisierung zu schützen. Die Krise in der Luftfahrtbranche infolge der Pandemie fällt darunter.
Der Europaabgeordnete Jeroen Lenaers (CDA) freut sich über die Bewilligung der finanziellen Unterstützung für diese ehemaligen KLM-Mitarbeiter. ‚Dieses Hilfspaket wird im Europaparlament gerade deshalb so breit getragen, weil es nicht für die Firma KLM bestimmt ist. Es ist für Schulungen, Umschulungen für Arbeitslose gedacht, um ihnen wieder einen Arbeitsplatz zu verschaffen. Europäische Solidarität in Bestform.‘

