In einer am Mittwoch mit 447 Stimmen gegen 142 und 31 Enthaltungen angenommenen Resolution erklärt das Parlament, die EU müsse weniger abhängig von Importen aus Nicht-EU-Ländern werden. Zudem solle die EU das Angebot an wichtigen Produkten wie Düngemitteln, Futtermitteln und Rohstoffen diversifizieren.
Die nun angenommene nicht bindende Resolution wurde von der Agrarkommission eingebracht, als Reaktion auf "beruhigende" Erklärungen der Europäischen Kommission zu den Folgen der russischen Kriege gegen die Ukraine und deren mögliche Auswirkungen auf die weltweite Lebensmittelversorgung.
Die Europaabgeordneten wollen EU-Kampagnen gegen Lebensmittelverschwendung. Sie fordern außerdem, dass Supermärkte mit Lebensmittelbanken zusammenarbeiten, und plädieren für Investitionen in die Infrastruktur für nachhaltigeres Transportieren und Lagern von landwirtschaftlichen Produkten.
In Handelsabkommen soll ein Kapitel über Lebensmittel und Agrarprodukte eingefügt werden, um unlauteren Wettbewerb mit Herstellern aus Nicht-EU-Ländern zu bekämpfen, die weniger strenger Gesetzgebung unterliegen.
Obwohl die EU-Politiker anerkennen, dass der European Green Deal ein möglicher „Meilenstein im Übergang der EU zu einer grüneren, nachhaltigeren und resilienteren Wirtschaft und Landwirtschaft“ ist, stellen sie auch fest, dass „einige Maßnahmen unbeabsichtigte Wirkungen haben können, die bislang noch nicht angemessen beurteilt und festgestellt wurden.“
Die Europäische Kommission hat bereits darauf hingewiesen, dass die Folgen der neuen Agrarpolitik bereits gründlich untersucht wurden, einschließlich mehr als 600 Seiten Forschungsberichte von wissenschaftlichen Instituten, und erklärt, dass nicht alles bis ins kleinste Detail für die ferne Zukunft jetzt schon berechnet werden könne.

