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Europaparlament will Kamerabewachung auf Fischkutter zur Fangkontrolle

Iede de VriesIede de Vries

Das Europäische Parlament ist der Ansicht, dass es bessere Regelungen für die Kontrolle der Fischfänge in EU-Gewässern geben muss. Fischereischiffe, die bei der Überschreitung von Fangquoten und dem Umgehen der bereits geltenden Landungspflicht erwischt werden, sollen verpflichtet werden, Kameras in ihren Arbeitsräumen zu installieren.

Das Europaparlament fordert zudem, dass Fischereischiffe mit GPS ausgestattet sein müssen, um ihre Position dauerhaft überwachen zu können. Ähnlich wie bei der „Bauernhof-zu-Tisch“-Lebensmittelregelung soll für den Verbraucher auch beim Fisch klar sein, wo dieser herkommt.

Der Einsatz von Kameras an Bord soll für einen „Mindestanteil“ großer Kutter und Trawler verpflichtend werden, die als „ernsthaftes Risiko für die Nichteinhaltung“ der Vorschriften eingestuft werden können. Mit den Kameras kann kontrolliert werden, welche Menge Fisch aus den Netzen kommt und ob kleine, untermaßige Fische nicht heimlich zurück ins Meer geworfen werden. Die seit einigen Jahren geltende Landungspflicht wird laut Forschern noch immer in großem Umfang umgangen.

Das Zurückwerfen untermaßiger Fische (die weniger Einnahmen bringen) wurde 2016 durch die Einführung der sogenannten Landungspflicht verboten, geschieht laut dem offiziellen Fischereiberatungsorgan der Europäischen Kommission aber weiterhin in großem Umfang.

Mit 401 Stimmen dafür, 247 dagegen und 47 Enthaltungen einigten sich die Europaabgeordneten darauf, neue Technologien zu nutzen, um Fischereivorschriften besser durchzusetzen und Sicherheit sowie Transparenz zu verbessern. Sie drängen auch darauf, dass Verbraucher wissen müssen, wann, wo und wie das Produkt, das sie kaufen, gefangen wurde.

Der Änderungsantrag, der in den neuen EU-Regeln die Kamerapflicht regelt, wurde mit einer knappen Mehrheit von nur acht Stimmen angenommen – sehr zum Unmut des Fischereiausschusses des Europaparlaments. Dieser Fachausschuss hatte vor zwei Wochen (bei der Vorbereitung der Debatte) verpflichtende Kameras abgelehnt, was bei der Europäischen Kommission auf Unzufriedenheit stieß.

Der Europaabgeordnete Peter van Dalen (ChristenUnie) bezeichnete die Kamerapflicht als ein völlig falsches Signal der EU an die Fischer. „Sie zeigt, dass die Fischer von den meisten Europaabgeordneten nach wie vor misstrauisch betrachtet werden“, sagte Van Dalen in einer Stellungnahme.

Van Dalen: „Die Einführung der Landungspflicht war unklug und mit vielen Problemen verbunden. Die Fischer haben immer Lösungen dafür angeboten, und diese wurden auch mit der Europäischen Kommission gefunden. Die Fischer werden nun für diese konstruktive Haltung bestraft, weil eine Mehrheit des EP Kameras verpflichtend machen will.“

Anja Hazekamp (Partei für die Tiere) hingegen bezeichnet eine bessere Kontrolle des Beifangs schutzbedürftiger Arten nicht nur als im Interesse der Fischbestände, sondern letztlich auch im Interesse des Fischereisektors selbst. Zudem möchte ihre Partei, dass die Videosysteme keinen Ton aufnehmen, damit das Recht auf Privatsphäre der Besatzung jederzeit gewährleistet ist.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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