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Deutsche essen deutlich mehr Biolebensmittel; Chancen für den niederländischen Export

Iede de VriesIede de Vries
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Die Deutschen haben im vergangenen Jahr fast ein Viertel mehr Biolebensmittel konsumiert und kauften Biolebensmittel im Wert von fast 15 Milliarden Euro. Deutschland selbst ist ein großer Produzent biologischer Lebensmittel, doch laut niederländischen Landwirtschaftsexperten gibt es noch ausreichend Markt für importierte niederländische Biolebensmittel.

Der Anteil der biologisch bewirtschafteten Agrarflächen in Deutschland stieg im letzten Jahr um 5 % und rund 35.000 Produzenten bewirtschaften etwa 1,7 Millionen Hektar. Von der gesamten deutschen Landwirtschaft entfallen 10 % auf den ökologischen Landbau. In Niederlanden macht Bio-Landbau fast 4 % der gesamten Agrarfläche aus.

Für niederländische Produzenten bestehen besonders im Süden Deutschlands Chancen, so sagen Landwirtschaftsberater der niederländischen Botschaft in Berlin. Im Süden befinden sich mit Bio-Supermarktketten wie Alnatura, Dennree, Basic und ebl-naturkost vier der fünf größten Bio-Supermarktketten.

Im Jahr 2020 gaben die Deutschen 22 % mehr für Biolebensmittel aus. Der Umsatz mit Bioprodukten wuchs doppelt so stark wie der gesamte Lebensmittelhandel. Jährlich werden in Deutschland im Durchschnitt pro Person 144 Euro für Bioprodukte ausgegeben. Das ist fast doppelt so viel wie der EU-Durchschnitt.

Bemerkenswert ist das Umsatzwachstum der „anderen Läden“ mit einem Plus von 35 % im Jahr 2020. Dazu zählen Reformhäuser, Hofläden, Onlineshops und Wochenmärkte. Durch die Corona-Pandemie kam hier viel Bewegung hinein. So stieg beispielsweise der Umsatz von Biogemüse-Abonnements um fast 50 %.

Der ökologische Landbau spielt eine bedeutende Rolle in der deutschen Ernährungs- und Agrarpolitik. Die Farm-to-Fork-Strategie der EU mit einem Ziel von 25 % Anteil ökologischer Landwirtschaft bis 2030 ist sogar für Deutschland ein recht ehrgeiziges Ziel.

Im aktuellen Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD wurde beschlossen, bis 2030 20 % der Agrarflächen biologisch zu bewirtschaften. Doch später in diesem Jahr finden Bundestagswahlen statt, und CDU sowie SPD streiten noch über die Finanzierung einer umfassenden Agrarreform. Meinungsumfragen zufolge ist die Chance groß, dass Die Grünen im Herbst Regierungspartei werden.

Was in einem neuen Koalitionsvertrag festgeschrieben wird und wie die Farm-to-Fork-Strategie in Deutschland umgesetzt wird, ist dann noch verhandelbar, muss aber in jedem Fall den EU-F2F-Kriterien entsprechen.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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