Kartoffeln können noch stärker zur globalen Ernährungssicherung beitragen, und ihre Gesamtproduktion könnte in den kommenden 10 Jahren verdoppelt werden. Das sagte Qu Dongyu, Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), bei der Eröffnung des elften Welt-Kartoffelkongresses in Dublin.
Der FAO-Generaldirektor erklärte, dass Asien und Afrika derzeit die Regionen mit dem schnellsten Wachstum der Kartoffelproduktion sind, während die Produktion in Europa und Nordamerika zurückgeht. Weltweit ist die Kartoffelproduktion gestiegen, obwohl die für den Anbau genutzte Fläche abgenommen hat.
Kartoffeln sind aktuell die drittwichtigste Nahrungspflanze weltweit, die regelmäßig von Milliarden Menschen gegessen wird. Sie generieren zudem Einkünfte für Kleinbauern und verursachen weniger Treibhausgasemissionen als andere wichtige Nutzpflanzen, so Qu.
Er ist ein vielgepriesener Experte im Bereich Ernährung. Früher in seiner Karriere war er unter anderem an der Organisation des Welt-Kartoffelkongresses 2015 in China beteiligt.
Heutzutage werden Kartoffeln laut dem FAO-Chef auf mehr als 20 Millionen Hektar in 150 Ländern angebaut, mit einer weltweiten Gesamtproduktion von 359 Millionen Tonnen. Die Produktion könne bis 2025 auf 500 Millionen Tonnen und bis 2030 auf 750 Millionen Tonnen gesteigert werden, so der Generaldirektor.
„Kartoffeln werden eine der wachsenden Pflanzen im globalen Ernährungssicherungssystem sein, wenn die Erträge anderer Getreidearten an ihre Grenzen stoßen“, sagte Qu. Er betonte, dass der vergleichsweise geringe Bedarf an natürlichen Ressourcen Kartoffeln zu einer wichtigen Nahrungsquelle macht, damit Menschen in Zeiten von Hunger und Katastrophen überleben können.
Teil des Welt-Kartoffelkongresses war eine Debatte über die Kriegssituation in Ukraine. Dieses Land ist nicht nur einer der größten Getreideproduzenten weltweit, sondern auch der viertgrößte Kartoffelproduzent.

