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EU und Australien umgehen mit Handelsabkommen Trumps Strafzölle

Iede de VriesIede de Vries
Die Europäische Union und Australien stehen kurz vor dem Abschluss eines neuen und umfassenden Handelsabkommens. Nach jahrelangem Stillstand scheinen die kürzlich wieder aufgenommenen Verhandlungen in der Endphase zu sein, auch aufgrund neuer Spannungen im Welthandel und höherer US-Einfuhrzölle.
EU und Australien nähern sich einem Handelsabkommen ohne Trumps Sanktionen.

Den Beteiligten zufolge befinden sich die Verhandlungen in der Endphase, mit nur noch wenigen offenen Punkten. Beide Seiten sprechen von deutlichen Fortschritten und erwarten eine baldige Einigung.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist nächste Woche nach Australien. Es wird erwartet, dass sie das Abkommen abschließen kann, das EU-Handelskommissar Sefcovic und sein australischer Amtskollege Farrell letzte Woche in Brüssel vorbereitet haben.

Landwirtschaft

Landwirtschaft und Viehzucht bleiben weiterhin das wichtigste Streitfeld. Vor allem der Zugang von australischem Rind- und Lammfleisch zum europäischen Markt sorgt weiterhin für Spannungen zwischen beiden Parteien. Gleichzeitig geht das Abkommen weit über die Landwirtschaft hinaus. Auch Industrie, Zölle und eine breite wirtschaftliche Zusammenarbeit sind Teil der Verhandlungen.

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Das europäisch-australische Handelsabkommen weist damit viele Ähnlichkeiten mit dem kürzlich abgeschlossenen europäischen Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten auf. Auch dagegen gab es erhebliche Einwände von europäischen Bauern, da das Abkommen die Präsenz von Konkurrenten auf ihren Märkten ermöglichte. Dennoch entschied die Europäische Kommission, die Einführung dieses Abkommens voranzutreiben.

Ein wichtiges zusätzliches Element ist die Zusammenarbeit bezüglich der Verfügbarkeit australischer Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und seltener Erden. Diese spielen eine Rolle bei der Stärkung wirtschaftlicher und industrieller Lieferketten.

Welthandel

Die Verhandlungen gewinnen durch die sich verändernde Weltwirtschaft an Dringlichkeit. Neue US-Einfuhrzölle und wachsende internationale Spannungen setzen beide Seiten unter Druck, ihre Zusammenarbeit zu vertiefen. Zudem suchen beide nach neuen Handelspartnern, um nicht mehr so stark vom Handel mit den Vereinigten Staaten abhängig zu sein.

Dadurch erhält das mögliche Abkommen auch eine deutliche strategische Bedeutung. Es wird als ein Weg gesehen, gegenüber anderen großen Wirtschaftsmächten stärker aufzutreten. Ziel ist vor allem, die wirtschaftliche Position sowohl der EU als auch Australiens zu stärken und ihre Lieferketten in einer unsicheren globalen Umgebung widerstandsfähiger zu machen.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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