Eine Zugkatastrophe in Spanien, bei der 46 Menschen ums Leben kamen, wurde durch einen Bruch in der Schienenstrecke verursacht, der bereits einen Tag zuvor entstanden, registriert, aber nicht alarmiert worden war.
Unbemerkt
Untersuchungen der spanischen Polizei ergaben, dass die Schiene am 17. Januar, einen Tag vor dem Unfall, gebrochen war. Dieser Bruch wurde später von den Ermittlern, die den Vorfall analysierten, genau festgestellt. Das Defekt blieb jedoch in der Praxis unbemerkt.
Obwohl das Zugüberwachungssystem eine Abweichung registrierte (weniger Spannung, niedrigerer Strom), führte dies nicht zu einer Warnung. In mehreren Berichten wird beschrieben, dass eine elektrische Störung aufgezeichnet wurde, die mit einem Bruch in der Schiene übereinstimmt.
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Das Erkennungssystem gab keinen Alarm, da es dafür nicht eingestellt war, unter anderem aufgrund von Zweifeln an der Zuverlässigkeit solcher Signale.
Nebenliegend
Die Katastrophe ereignete sich am 18. Januar in Andalusien. Ein Zug entgleiste aufgrund der beschädigten Schiene und kam auf ein nebengleisiges Gleis. Kurz darauf prallte ein zweiter Zug, der mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war, gegen das entgleiste Fahrzeug. Durch diesen Zusammenprall stieg die Zahl der Opfer schnell an und es entstand großer Schaden.
Bei dem Unfall kamen 46 Menschen ums Leben. Damit zählt die Katastrophe zu den schwersten Zugunglücken Europas in diesem Jahrhundert.
Gericht
Die Untersuchung der Ursache wurde von der Guardia Civil durchgeführt. Die Erkenntnisse sind in einem Bericht festgehalten worden, der an das Gericht übergeben wurde, das den Unfall untersucht.
Eine frühere Untersuchung des spanischen Eisenbahnunglücksrat CIAF hatte bereits auf mögliche Risse in den Gleisen vor dem Unfall hingewiesen. Die neuen Erkenntnisse bestätigen, dass der Bruch bereits vor der Katastrophe vorhanden war und eine zentrale Rolle spielte.

