Die Journalisten der IKON – Koos Koster, Jan Kuiper, Joop Willemsen und Hans Terlaag – wurden 1982 vom salvadorianischen Militär während ihrer Arbeit an einer Reportage über den Bürgerkrieg in El Salvador ermordet. Sie gerieten in einen Hinterhalt in der Nähe von Chalatenango, einem Konfliktgebiet.
Das Gericht befand drei ehemalige hohe Beamte für schuldig, an den Morden beteiligt gewesen zu sein: den ehemaligen Verteidigungsminister Guillermo García, Ex-Kolonel Francisco Antonio Morán und General Rafael Flores Lima. Jeder von ihnen erhielt eine Haftstrafe von fünfzehn Jahren.
Der Prozess begann 2022, nachdem frühere Strafverfolgungsversuche jahrelang blockiert worden waren. Die Sache wurde erst wieder aufgenommen, nachdem das Verfassungsgericht von El Salvador 2016 entschied, dass Amnestiegesetze aus den 1990er Jahren verfassungswidrig seien.
Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass die Morde Teil eines breiteren Gewaltmusters gegen Journalisten und Zivilisten waren, die das damalige Militärregime kritisierten. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass es sich nicht um eine spontane, sondern um eine geplante militärische Operation handelte.
RTV Drenthe betonte die persönliche Verbindung von Assen zu einem der Opfer, Joop Willemsen, der von dort stammte. In Assen wurde das Urteil mit Erleichterung und Emotion aufgenommen, da es endlich die Ernsthaftigkeit des Verbrechens anerkennt. [RTV Drenthe]
Der Prozess wurde auch von internationalen Beobachtern verfolgt; Menschenrechtsorganisationen und Familienangehörige der ermordeten Journalisten hatten jahrelang auf eine Strafverfolgung gedrängt. Einer der damaligen Kommandeure war in die Vereinigten Staaten geflohen, wurde dort jedoch von niederländischen investigativen Journalisten aufgespürt.
Obwohl das Urteil als wichtiger Schritt angesehen wird, betonen Hinterbliebene und Menschenrechtsorganisationen, dass vollständige Gerechtigkeit erst dann erreicht ist, wenn auch weitere Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist noch unklar, ob weitere Anklagen folgen werden.
Nach Angaben der niederländischen Journalistenvereinigung sind die Verurteilungen auch symbolisch wichtig, weil sie zeigen, dass Straflosigkeit für Kriegsverbrechen nicht unbegrenzt besteht. Die NVJ spricht von einem Meilenstein im Kampf gegen Gewalt gegenüber Berichterstattern.

