Die geschätzten Methanemissionen der drei größten Molkereiverarbeiter – Dairy Farmers of America, das französische Lactalis und das neuseeländische Fonterra – übertreffen zusammen einige der größten fossilen Brennstoffunternehmen wie ExxonMobil.
Laut einem neuen Bericht von Greenpeace Nordic ist Methan aus der Viehwirtschaft eines der klimaschädlichsten Treibhausgase. Über einen Zeitraum von zwanzig Jahren wirkt Methangas 80-mal stärker als CO2-Verschmutzung. Die Reduzierung von Treibhausgasen beschränkt sich weltweit bisher hauptsächlich auf CO2-Gase.
Der Greenpeace-Bericht über die Methanemissionen konzentriert sich speziell auf die großen Unternehmen in Skandinavien. Das dänische Danish Crown ist einer der größten Schweineproduzenten weltweit. Die Methanemissionen des Konzerns entsprechen 83 Prozent der gesamten Methanemissionen der Viehwirtschaft in ganz Dänemark.
Der kürzlich ernannte neue Geschäftsführer, Niels Duedahl, gab gerade letzte Woche bekannt, dass der Konzern 500 Büroangestellte entlassen wird, da das Unternehmen weiterhin in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt. Diese 500 Arbeitsplätze sind seiner Meinung nach nur der Anfang; es müsse auch auf Tarife und Preise geschaut werden.
Der Greenpeace-Bericht zeigt auf, wie Danish Crown und die anderen Unternehmen die globale Temperaturerhöhung über das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens hinaus treiben. Gleichzeitig wird aber auch deutlich gemacht, wie die Fleisch- und Molkereiindustrie dafür sorgen kann, dass die Erderwärmung unter der kritischen Grenze bleibt, wenn die Branche die Anzahl der Tiere deutlich reduziert.
„Wenn wir zu einer viel stärkeren pflanzlichen Landwirtschaft übergehen, können wir die Erderwärmung tatsächlich erheblich senken“, sagt Christian Fromberg von Greenpeace Nordic. Dies werde die Erderwärmung bis 2050 verringern. Positive Ergebnisse könnten seiner Ansicht nach bereits im Jahr 2030 sichtbar werden.

