In der britischen Provinz Nord-Irland sind ab sofort die Homo-Ehe und Abtreibung (unter bestimmten Bedingungen) ebenfalls erlaubt. Die Gesetze, die dies ermöglichen, traten am Dienstag in Kraft.
Die Abgeordneten für Nordirland im britischen Parlament in London hatten bereits im Juli für die Gesetzesänderungen gestimmt, doch das nordirische Parlament in Belfast hatte bis Montag Zeit, um gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen.
Das nordirische Parlament, das seit Januar 2017 ausgesetzt ist und nicht mehr tagt, kam am Montag zu einer Sondersitzung kurz zusammen. Doch ohne die Unterstützung der Oppositionsparteien konnten Gegner die Gesetze nicht verhindern.
Julian Smith, der Staatssekretär für Nordirland, sagte, dass das Abtreibungsverbot nun aufgehoben sei und dass nun an einer Gesetzgebung gearbeitet werde, um den medizinischen Eingriff in das Aufgabenprofil der Krankenhäuser aufzunehmen.
Die Regelungen für die Homo-Ehe sollen bis zum 13. Januar nächsten Jahres feststehen. Das bedeutet, dass die ersten standesamtlichen Ehen zwischen Personen gleichen Geschlechts in der Valentinswoche geschlossen werden, sagte Smith.
Vor dem Parlamentsgebäude in Belfast hatten sich am Montag einige hundert Befürworter und Gegner der neuen Gesetze versammelt. Dies sei ein sehr wichtiger Moment und der Beginn einer neuen Ära für Nordirland, in der wir von unterdrückenden Gesetzen befreit sind, sagte die nordirische Kampagnenleiterin von Amnesty International.

