Die Aktion fand auf hoher See, in internationalen Gewässern vor der Küste von Griechenland und rund um die Insel Kreta statt. Die Flotte bestand aus mehr als zwanzig Booten und war Teil einer größeren Schiffsgruppe, die gemeinsam in Richtung Gaza fuhr.
Nach Angaben israelischer Behörden wurden rund 175 Aktivisten festgenommen. Sie wurden nach der Abfangaktion und Festnahme nach Israel gebracht. Die Organisatoren der Protestflotte erklärten, die Aktion solle die Seeblockade von Gaza durchbrechen und Hilfsgüter in das Gebiet bringen.
Piraterie
Sie behaupten, dass die Abfangaktion in internationalen Gewässern stattfand, und sprechen von einer Verletzung des Völkerrechts. Dabei verwendeten sie Begriffe wie „Piraterie“ und „Entführung“.
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Israel äußert eine andere Darstellung der Ereignisse. Den Behörden zufolge war ein Eingreifen notwendig, um die Blockade aufrechtzuerhalten und eine mögliche Eskalation zu verhindern. Die Operation sei ohne Opfer verlaufen.
Während der Abfangaktion soll die Kommunikation zwischen den Schiffen gestört worden sein. Aktivisten berichteten, dass der Kontakt zu anderen Booten unterbrochen war, als die israelische Militäroperation gegen sie begann. Zudem seien die Schiffe jeweils nacheinander unter Kontrolle gebracht worden.
Auch schon früher
Der Vorfall ist kein Einzelfall. Israel hat bereits zuvor ähnliche Versuche, Gaza über das Meer zu erreichen, gestoppt. Auch damals wurden Schiffe abgefangen und Passagiere festgenommen.
Die Aktion führt erneut zu Spannungen rund um die Blockade Gazas, die seit langem Gegenstand internationaler Diskussionen ist. Aktivisten sehen die Flotte als Versuch, Hilfe zu leisten und Aufmerksamkeit zu erregen, während Israel auf der Bedeutung der Blockade beharrt.

