China lockert die Handelsregeln fĂŒr Russland und hat alle BeschrĂ€nkungen fĂŒr die Einfuhr von russischem Weizen aufgehoben. China ist die einzige GroĂmacht, die Putins militĂ€rischen Angriff auf die Ukraine nicht verurteilt hat.
Die chinesischen und russischen StaatsoberhÀupter Xi Jinping und Wladimir Putin hatten dies bereits vor einigen Wochen bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele vereinbart. Die gelockerten Handelsregeln wurden am Tag bekanntgegeben, an dem Putin seinen Krieg gegen die Ukraine begann.
FrĂŒher wurde die chinesische Weizeneinfuhr aus Russland eingeschrĂ€nkt, da Weizen aus Russland den phytosanitĂ€ren Anforderungen Chinas nicht entsprechen sollte. In manchen FĂ€llen werden diese Regeln auch dazu âmissbrauchtâ, um die eigenen MĂ€rkte abzuschirmen. Nun werden diese Regeln fĂŒr die Russen gelockert.
Die chinesische Zollbehörde genehmigte am 24. Februar die Einfuhr von Weizen aus allen russischen Regionen Russlands, berichtete Associated Press. Das gibt dem russischen PrÀsidenten Putin eine Alternative zu westlichen MÀrkten, falls diese durch europÀische Sanktionen geschlossen werden sollten.
Russland zĂ€hlt zu den weltweit gröĂten Weizenproduzenten, war bisher aber aufgrund von Bedenken wegen möglicher PilzbefĂ€lle und anderer Kontaminationen vom Export nach China ausgeschlossen. Dass der Handel zwischen beiden LĂ€ndern ĂŒberwiegend in Dollar abgewickelt wird, ist fĂŒr Russland von Vorteil, falls der Westen finanzielle Blockaden verhĂ€ngt.
Der zunehmende Handel mit Agrarprodukten zwischen beiden LĂ€ndern ist ein neues Zeichen fĂŒr die kĂŒrzliche AnnĂ€herung zwischen China und Russland. Im vergangenen Jahr stieg der Handel zwischen Russland und China um 35 Prozent auf 147 Milliarden Dollar.
Die Entscheidung Chinas ruft heftige Reaktionen im Westen hervor, der mit harten Sanktionen versucht, Russland davon zu ĂŒberzeugen, seine militĂ€rische Operation in der Ukraine einzustellen.

