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Polarexpeditionsschiff mit Hantavirus jetzt im Hafen von Rotterdam vertäut

Iede de VriesIede de Vries
Das Polarexpeditionsschiff MV Hondius liegt nach einer wochenlangen Reise, die von einem Ausbruch des Hantavirus überschattet wurde, im Hafen von Rotterdam vor Anker. Die verbleibenden Besatzungsmitglieder werden unter Quarantäne gestellt, während das Schiff gereinigt und untersucht wird.
Hantavirus-Ausbruch an Bord: Schiff vertäut, Besatzung in Isolation.

Als das Schiff in den Hafen einlief, befanden sich noch 25 Besatzungsmitglieder und zwei Mitarbeiter des medizinischen Dienstes an Bord. Ein Teil von ihnen verließ später das Schiff in Schutzkleidung, mit persönlichen Gegenständen in Kisten und Taschen. Andere werden in temporären Wohneinheiten am Hafenkai für medizinische Kontrollen und Isolation untergebracht.

Drei Todesfälle

Der Ausbruch an Bord führte in den vergangenen Wochen zu mehreren Infektionen und drei Todesfällen. Unter den Verstorbenen sind ein niederländisches Ehepaar und ein deutscher Passagier. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden mehrere Infektionen bestätigt, während andere Fälle noch untersucht werden.

Die MV Hondius beförderte etwa 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder aus Dutzenden von Ländern, als Anfang Mai erstmals von schweren Krankheitsfällen berichtet wurde. Das Schiff steuerte damals Kap Verde an, wo die Reise ursprünglich enden sollte. Die dortigen Behörden verweigerten jedoch aufgrund des Ausbruchs die Einfahrt des Schiffs.

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Evakuierung

Daraufhin wurde eine komplizierte internationale Operation zur Evakuierung von Passagieren und Erkrankten gestartet. Spanien stellte schließlich die Kanarischen Inseln für Ausschiffung und Rückführung zur Verfügung. Mehr als hundert Passagiere und Besatzungsmitglieder verließen dort das Schiff und reisten mit charterflügen zurück in ihre Heimatländer oder nach Niederlande.

Symptome

Einige der Schiffsgäste mussten nach der Evakuierung im Krankenhaus behandelt werden. Eine französische Passagierin befand sich nach Entwicklung von Symptomen während des Rückflugs in einem Krankenhaus in Paris in kritischem Zustand. Auch ein Niederländer und ein Brite wurden zur Behandlung nach Niederlande gebracht.

Nach Angaben der Reederei zeigen die noch an Bord befindlichen Personen keine Symptome. Sie werden kontinuierlich von medizinischem Personal überwacht. Gesundheitsbehörden betonen, dass das Risiko einer weiteren Verbreitung gering bleibt, weisen jedoch darauf hin, dass das Virus eine Inkubationszeit von mehreren Wochen aufweist.

Patient 0

Der Ausbruch betrifft das Andesvirus, eine Variante des Hantavirus, die mit Südamerika in Verbindung gebracht wird. Das Schiff startete Anfang April seine Reise in Ushuaia, Argentinien, und fuhr entlang entlegener Inseln im Südatlantik, bevor es nordwärts segelte. Laut Behörden war der verstorbene niederländische Ornithologe (70 Jahre) derjenige („Patient Null“), der das Virus nach einer Fotosafari zu argentinischen Vögeln auf einer Müllhalde an Bord brachte.

Nach der Ankunft in Rotterdam wird das Schiff mehrere Tage lang gereinigt und desinfiziert. Die Gesundheitsbehörden werden es anschließend inspizieren, bevor entschieden wird, ob es wieder auslaufen darf.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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