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Russland begrenzt Getreide- und Weizenexport trotz Rekord um ein weiteres Jahr

Iede de VriesIede de Vries
Foto von Miika Laaksonen auf UnsplashFoto: Unsplash

Durch die anhaltende Trockenheit im Südosten Europas geraten die Landwirtschaften Russlands und der Ukraine in Schwierigkeiten. Russische Bauern benötigen dringend Regen. Bisher mussten sie in vielen Regionen Winterweizen in sehr trockenen Böden säen. Die Lage in der Ukraine ist sogar noch kritischer.

Das ukrainische Wirtschaftsministerium berichtet, dass Bauern in den meisten Regionen aufgrund der schweren Trockenheit noch nicht mit der Aussaat von Winterweizen für die Ernte 2021 begonnen haben.

Nach Angaben der ukrainischen Agrar-APK Inform ist keinerlei Feuchtigkeit im Boden, weshalb eine Aussaat derzeit keinen Sinn macht. Daher wird in der Ukraine dieses Jahr sehr spät mit der Aussaat begonnen und wahrscheinlich auf deutlich weniger Fläche.

Das ukrainische Wirtschaftsministerium gibt an, dass die Anbaufläche für Winterweizen voraussichtlich von rund 6,7 Millionen Hektar im letzten Jahr auf 6,1 Millionen Hektar in diesem Jahr schrumpfen wird. Nach Angaben des Ministeriums hatten die Betriebe am 28. September erst 25 Prozent der geschätzten Fläche oder 1,5 Millionen Hektar eingesät.

Kürzlich wurde russischer Weizen mit 12,5 Prozent Proteingehalt an Häfen des Schwarzen Meeres für 233 US-Dollar pro Tonne verladen. Das ist ein Rückgang um 2 Dollar im Vergleich zur Vorwoche. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Weizenpreise an der europäischen Terminbörse um 3 Euro gefallen. Grund ist ein moderater Rückgang der russischen Exportpreise.

Das russische Landwirtschaftsministerium hat angekündigt, dass das Quotensystem für die Getreideexporte, das von April bis Juni im Zuge des Ausbruchs des Coronavirus galt, trotz der diesjährigen großen Ernte fortgeführt wird. Das Ministerium teilte mit, dass das Exportquotum für Getreide weiterhin bis Juni 2021 gelten wird.

Das Ministerium gab jedoch keine weiteren Details zur Höhe des möglichen Kontingents bekannt. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters könnte das Kontingent für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 bei etwa 20 Millionen Tonnen Getreide liegen. Russland ist der weltweit größte Weizenexporteur und wird in diesem Jahr wahrscheinlich die zweitgrößte Getreideernte seit dem rekordbrechenden Jahr 2017 einfahren.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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