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Schiffbauer Damen erneut in der Kritik: Risiko für Mega-Auftrag

Iede de VriesIede de Vries
Foto von Thomas Haas auf UnsplashFoto: Unsplash

Die niederländische Verteidigungsstaatssekretärin Barbara Visser (VVD) sagt, dass sie noch in diesem Jahr eine Entscheidung über die Ersatzbeschaffung der niederländischen U-Boote treffen wird. Dann wird sie bekannt geben, mit welchen Unternehmen Niederlande weiter über den Bauauftrag für vier neue U-Boote verhandeln möchte.

Für den Mega-Auftrag im Wert von 3,5 Milliarden Euro sind aktuell noch vier Kandidaten im Rennen: die schwedisch-niederländische Kombination Saab-Damen, die französisch-niederländische Kombination Naval Group und Koninklijke IHC, das deutsche ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) sowie das spanische Unternehmen Navantia.

Es ist geplant, die Anzahl der Kandidaten in diesem Jahr von vier auf zwei zu reduzieren. Dafür läuft momentan eine intensive Lobbykampagne dieser Firmen.
Die Staatssekretärin sagte diese Woche im AD, dass eine leichte Verzögerung entstanden sei, da das Parlament Anfang des Jahres beschlossen hat, dass der Staat bei großen wirtschaftlichen und finanziellen Aufträgen besser und stärker auf die Belange niederländischer Unternehmen achten müsse.

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Fachzeitschriften berichteten in den letzten Monaten, dass die Angebote aus Spanien und Deutschland nicht die erste Präferenz der niederländischen Verteidigungsführung hätten. Die niederländische Wirtschaft hat sich öffentlich dafür ausgesprochen, den Auftrag zumindest an eine der Kombinationen zu vergeben, die mit einer niederländischen Werft kooperieren. In diesem Fall gehört auch das schwedische Saab mit der ursprünglich niederländischen Damen Shipyards zu den Favoriten.

Der Schiffbauer Damen hat zudem aktuell auch Chancen auf einige andere große Marine-Aufträge. Dabei geht es um den Bau von vier Fregatten; zwei für die niederländische Marine und zwei für die belgische.

Letzte Woche geriet Damen erneut negativ in die Schlagzeilen, aufgrund von Enthüllungen der NRC über eine Schmiergeldaffäre in Indonesien. Zuvor gab es bereits eine Untersuchung der niederländischen Steuerbehörden zu Zahlungen und Strohmännern. Auch die teilweise Übernahme einer (zweiten) rumänischen Werft am Schwarzen Meer belastet Damen weiterhin.

Mitte letzten Jahres kaufte Damen eine stark verlustbringende rumänische Werft in der Hoffnung, dadurch einen großen rumänischen Auftrag zu gewinnen. Mit einer Gesamtfläche von 1 Million Quadratmetern ist diese Werft zugleich die größte der 35 Werften des niederländischen Familienunternehmens. Doch jener Auftrag wurde nach mutmaßlicher Bestechung von rumänischen Militärs und Politikern storniert.

„Wir stehen vor einer herausfordernden Zeit, angesichts der aktuellen Lage der Werft“, sagte der Finanzvorstand Eggink damals zu den Problemen der rumänischen Werft Mangalia. Dieser Finanzvorstand hat das Unternehmen in diesem Jahr verlassen, wegen der nun bekannt gewordenen indonesischen Schlupfloch-Konstruktion.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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